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SCHULBUCH-O-MAT

OER Schulbuch BIOLOGIE 1

Biologie 1 ist ein offenes und freies OER Schul-E-Book, das auf dem Berliner Rahmenlehrplan basiert, der zum Schuljahr 2006/2007 in Kraft gesetzt wurde. Das Schul-E-Book von Schulbuch-O-Mat steht unter Creative Commons-Nutzungsbedingungen

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BR - Bayerischer Rundfunk (München)

Karl Landsteiner und die Blutgruppen

Die erste bekannte Bluttransfusion gelang zunächst nur bei Hunden. Beim Menschen beließen es die Ärzte bei dem als Allheilmittel eingesetzten Aderlass. 1667 wurde erstmals einem Menschen Blut übertragen. Doch für den Empfänger endete dies meist tödlich. Wegen der Misserfolge, aber auch aus religiösen Gründen, wurde bald in vielen Ländern die Blutübertragung verboten. Der Durchbruch gelang schließlich dem österreichischen Arzt Karl Landsteiner. Bei Versuchen mit dem Blut von insgesamt 22 Probanden konnte Landsteiner drei Blutgruppen unterscheiden, A, B und C, die später in "0" umbenannt wurde. 1902 schließlich entdeckten seine Mitarbeiter eine vierte Gruppe "AB". Die Bedeutung von Landsteiners Forschung für die Bluttransfusion wurde erst gegen Ende des 1. Weltkriegs erkannt, als man an verwundeten Soldaten serologische Tests vornahm und sie so ohne Gefahr mit geeignetem Spenderblut versorgen konnte. Die Bluttransfusion wurde zur Standardmethode bei allen Operationen mit großem Blutverlust. Durch die Zugabe von gerinnungshemmenden Mitteln und Traubenzucker konnten Blutkonserven bald über längere Zeit lagerfähig gehalten werden. 1940 entdeckten Landsteiner und sein Mitarbeiter Alexander Wiener eine weitere Ursache der Unverträglichkeit von Blutübertragungen, nach ihren Versuchen mit Rhesusaffen nannten sie ihn "Rhesusfaktor".