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Landeszentrale für politische Bildung NRW

Der Preis des Überlebens

1941: Die Niederlande unter deutscher Besatzung im zweiten Weltkrieg. Der Niederländer Jan, 22, wird von der Gestapo verhaftet, als er ein Flugblatt verteilt - ein Streikaufruf. Er kommt für die nächsten vier Jahre in verschiedene Konzentrationslager. Er überlebt knapp. Nach der Befreiung erkennt ihn seine Frau kaum wieder. Die KZ-Haft hat Jan physisch fast umgebracht und psychisch gebrochen: Er kann sich von den Erlebnissen im KZ nicht mehr lösen, fühlt sich nur noch im Kreis seiner ehemaligen Mitgefangenen wohl. Seine gesamte Familie leidet darunter: Die Vergangenheit bestimmt ihren Alltag, jedes Gespräch mündet in Erzählungen des Vaters vom KZ, der keine Details auslässt. Die Tochter wird schon als kleines Kind unfreiwillig zur Expertin für KZ-Grausamkeiten. Die Söhne benötigen später jahrelange psychologische Betreuung. Das Fazit des älteren Sohns: "Emotional wurde ich von meinen Eltern umgebracht." Auch das Leben von Jans' Frau wird von der Vergangenheit bestimmt. Ehemaligen-Treffen und die Erinnerungen an das KZ bestimmen ihren Alltag auch nach dem Tod ihres Mannes. Als sie Jans' Asche in Sachsenhausen verstreut, hofft Sie auf Ruhe für Ihren Mann: denn er ist wieder "zu Hause". Und sie selbst? "Das Lager, worin ich nie gesessen habe, kann ich nicht vergessen."