Arbeitsblatt, Unterrichtsplanung

Vision Kino gGmbH

Filmheft Deutschstunde

Mit seinem thematischen Fokus auf die ideologischen Verstrickungen zur Zeit des Nationalsozialismus hat Siegfried Lenz' Roman 'Deutschstunde' auch über 50 Jahre nach seinem Erscheinen noch immer große Relevanz für die Gegenwart - nicht nur, weil unser kollektives Gedächtnis Lücken aufzuweisen droht und fortwährend Erinnerungsarbeit gegen das Vergessen geleistet werden muss, sondern weil die großen Fragen der 'Deutschstunde' auch in gegenwärtigen Gesellschafts-, Staats- und Familienstrukturen noch von großer Bedeutung sind. Der Film lädt zur Erörterung des Pflicht- und Verantwortungsbegriffs ein und wirft Fragen nach dem Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft, zwischen Kunst und Macht auf.

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Vision Kino

In meinem Kopf ein Universum

"Der Junge ist geistig behindert" lautet die Diagnose der Ärztin. Erst als 26-Jähriger bringt ihm eine Therapeutin eine Zeichensprache bei und er kann endlich beweisen, dass er kein "Gemüse" ist. Der Film erzählt von Mateus‘ Kindheit und Jugend, bis ihm durch den Zugang zu einer angemessenen Behandlung auch die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht wird.

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Hamburger Stiftung für Wirtschaftsethik

View! Modul A - Wie soll ich mich entscheiden?

Anhand unterschiedlicher Dilemma-Situationen üben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Argumentieren in Diskussionen, die einen eigenen, begründeten Standpunkt erfordern. Die Dilemma-Diskussion ist eine erprobte Methode zur Stärkung der moralischen Urteilsbildung. Das Unterrichtskonzept VieW! umfasst die folgenden Dilemma-Situationen: Trolley-Case, Folter-Dilemma und Rollen-Dilemma. Sie können entweder aufeinander aufbauend oder auch einzeln verwendet werden.


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Das melancholische Mädchen

Schwere diskurspolitische Fragen zu Gender und neoliberalen Anhängigkeiten serviert Susanne Heinrich mit großer Leichtigkeit. In den dargestellten Debatten um Feminismus und weibliche Selbstoptimierung, verdeutlicht etwa in einer absurden Castingshow, können sich Schüler*innen durchaus wiedererkennen. Wenn nackte Männer Posen einnehmen, die dem üblichen Werbebild von Frauen entsprechen, werden Sehgewohnheiten lustvoll persifliert. In künstlerischen Fächern lassen sich anhand der extrem stilisierten Inszenierung postmoderne Ausdrucksformen in Theater und Film sowie die Arbeit mit intertextuellen Bezügen diskutieren. Die augenzwinkernd-nostalgische Gestaltung im Gewand der Fünfzigerjahre erlaubt aber auch eine historische Betrachtung: Inwieweit haben sich Frauenbilder gewandelt? Wo stehen wir heute, zwischen Hypersexualisierung und Prüderie? Mit seinem steten Wechsel zwischen Humor und bitterem Ernst macht der Film Lust, sich mit solchen Themen zu beschäftigen. Im Zeitalter von sozialen Medien und dem allgegenwärtigen Zwang zur Selbstdarstellung sind sie aktueller denn je.

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Traumfabrik

Traumfabrik ist ein Film über Film und über das Filmemachen. Das Gefühlskino bietet die Chance, Feel-Good-Muster zu analysieren und genretypische Aspekte des Melodrams zu betrachten. Besonders beachtenswert ist die ausgeklügelte und ästhetisierte Lichtgestaltung, die damit auch die Filmkunst als Lichtspielkunst thematisiert. Das Unterrichtsmaterial richtet sich an Schüler*innen ab der 7. Klasse und lässt sich in den Fächern Ethik, Deutsch, Arbeitslehre, Kunst, Darstellendes Spiel und fächerübergreifend zur Berufsorientierung einsetzen.


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Unterrichtsmaterial Die Goldfische

"Wer würde schon einen Bus voller Behinderter kontrollieren?" Die amüsante Komödie um einen Roadtrip von sieben sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten dreht sich um Fragen des Miteinanders von Menschen mit und ohne Behinderungen und die Erwartungshaltungen aneinander. Statt sich seinen Figuren mit dem Mitleid zu nähern, das viele auch im Alltag befangen macht, findet der Debütfilm von Alireza Golafshan erfrischend andere Sichtweisen. Die Frage, ob über Menschen mit Behinderungen gelacht werden darf, wird mitreißend bejaht. Denn die Protagonist*innen werden nicht auf ihre unterschiedlichen Handicaps reduziert, sondern es wird klar, dass die Identität eines Menschen nicht durch seine Behinderung bestimmt wird. Das Unterrichtsmaterial lädt dazu ein, sich mit bestehenden Vorurteilen und Stereotypen auseinandersetzen (zu der auch die positive Diskriminierung gehört), über Inklusion und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in unserem Alltag zu sprechen sowie über die Darstellung von Menschen mit Behinderungen in den Medien.


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Welcome to Sodom - Dein Smartphone ist schon hier

"Sodom" nennen die Bewohner ihren Stadtteil Agbogbloshie, nach der bekannten alttestamentarischen Stadt. Dieses Gebiet von Ghanas Hauptstadt Accra gehört zu den am schlimmsten verseuchten Wohnorten der Welt: Obwohl dies nach der Basler Konvention von 1989 verboten ist, werden jährlich 250.000 Tonnen Elektroschrott aus Europa und anderen Ländern hierher verschifft. Etwa 6.000 Menschen leben dem Film zufolge auf und von der Müllhalde in Agbogbloshie.

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Die Goldfische

Der querschnittsgelähmte Banker Oliver lernt in der Reha zufällig die inklusive Wohngemeinschaft der "Goldfische" kennen. Zunächst kann er mit der bunten Gruppe wenig anfangen, bis er eine Tarnung braucht, um sein illegales Schließfach in der Schweiz zu räumen. Denn welcher Zollbeamte würde schon eine Gruppe von Menschen mit Behinderungen des Betrugs verdächtigen? Aber auf der Reise läuft einiges anders als geplant.


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Unterrichtsmaterial Schindlers Liste

"Schindlers Liste" zeigt am konkreten Beispiel, was passieren kann, wenn eine menschenverachtende Ideologie die politischen und militärischen Machtinstanzen eines Staates durchdringt. Ein Spielfilm konzentriert sich naturgemäß auf einzelne Figuren, auf den Konflikt zwischen Anpassung und Widerstand. Hier bieten sich Anknüpfungspunkte für filmsprachliche Analysen, aber auch für den Philosophie- oder Ethikunterricht. Jüdisches Leben und Vorurteile gegenüber Juden können im Fach Religion aufgearbeitet werden. Da Willkür und Brutalität im Film nicht ausgespart werden, ist es angeraten, den Schüler*innen die Möglichkeit zu geben, ihr subjektives Filmerleben und ihre Betroffenheit zum Ausdruck zu bringen.