Arbeitsblatt, Unterrichtsplanung

Vision Kino

Mustang

Ein Ausflug zum Meer an einem schönen Sommertag wird für fünf Mädchen aus der ländlichen Türkei zum Verhängnis. Weil sie von einer Nachbarin beobachtet werden, wie sie mit Jungen im Wasser herumalbern, befürchten ihre Großmutter und ihr Onkel, im Dorf in Verruf zu geraten. Eindrucksvoll erzählt Deniz Gameze Ergüven in ihrem Film von dem Aufeinanderprallen traditioneller und moderner Rollenbilder.

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Vision Kino

Enklave

Aus Kinderaugen und Kindermund schildert der Film die Folgen des Kosovokriegs von 1999; ein von Nenad zu Beginn verlesener Schulaufsatz fasst die Grundzüge seiner Situation zusammen. Auch im heutigen Serbien ringen, lange nach Ende der Balkankriege, bedrängte Minderheiten um ihre Rechte. Die Kinder sind Opfer eines Konflikts, dessen Wunden von Generation zu Generation weitergetragen werden.

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Vision Kino

Das Mädchen Wadjda

Der erste von einer Frau in Saudi-Arabien realisierte Film, erzählt auf poetische, humorvolle und authentische Weise vom Aufbegehren eines Mädchens in einer von Männern streng regulierten Kultur. Der geschlechtergetrennte gesellschaftliche Raum, in dem sich Frauen in einer begrenzten Öffentlichkeit bewegen und der ähnlich starr geordnete Raum des Familienlebens, der aber zumindest Nischen für die Verwirklichung eigener Träume lässt, bilden einen authentisch wirkenden Rahmen für die starke Hauptfigur und ihre Ideen.

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Kinofenster

William Shakespeares Romeo + Julia

Sie kreuzen in dicken Schlitten durch die Straßen der Stadt, lümmeln am Strand in schrillen Klamotten wie eine Mischung aus Punks und Jeunesse Dorée, die 'Boys' der Capulets und Montagues. Die beiden tief zerstrittenen Adelsgeschlechter aus dem mittelalterlichen Verona hat der 34-jährige Regisseur Baz Luhrmann in seiner MTV-fähigen Pop-Version des weltberühmten Shakespeare-Stoffes zu zwei kapitalstarken Familienclans in Verona Beach mutieren lassen und deren ergraute Oberhäupter wie eine Mischung aus Industriekapitän und Mafiaboß angelegt, die immer dann in ihren langgezogenen Limo...

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Vision Kino

Blanka

Aus der Perspektive der Hauptfigur erzählt der Film vom Schicksal eines Straßenkinds. Oft beobachtet Blanka Gleichaltrige, die spielen, lernen und umsorgt werden. Das Leben der obdachlosen Kinder ist hart, sie werden kaum wahrgenommen, konkurrieren untereinander um Pesos oder Essen und gelten als "Müll". Tagtäglich werden sie in ihren Grundrechten maßgeblich verletzt. Welche Rolle und Verantwortung spielen Staat und Gesellschaft in diesem Zusammenhang?

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Vision Kino gGmbH

Filmtipp: Little Women

Greta Gerwigs Romanadaption steht in einer langen Reihe von Kino- und TV-Adaptionen des Stoffs von "Little Women" Es ist ein stark besetztes Drama, das u. a. die Rolle der Frau in einer starr gegliederten Gesellschaft beleuchtet. An der neuen Verfilmung lässt sich anschaulich vermitteln, dass klassische Kunstwerke wie der Roman von Louisa May Alcott auf der einen Seite zeitlose Qualitäten haben können, auf der anderen Seite aber auch von einer sich verändernden Gesellschaft rezipiert werden. Im Unterricht lässt sich mit dem Film an die Themen Frauenrechte und Frauenbewegung anknüpfen

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Vision Kino

Nomaden des Himmels

In den rauen Bergen Kirgisistans führen die Nomadenfamilien noch ein traditionelles Leben, geprägt von einem nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen. Ihren Alltag bestreiten die 7-jährige Umsunai, ihre Mutter und ihre Großeltern im Einklang mit der Natur. Alte Bräuche und Geschichten aus der Schamanenzeit geben ihrem Leben Halt und Beständigkeit. Doch die Vorboten des modernen Wandels machen keinen Halt vor den verlassenen Winkeln der kirgisischen Berge.

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Pädagogische Hochschule Zürich

Dossier «Filmbildung» - Filme erzählen Geschichten

Das vorliegende Dossier richtet sich an filminteressierte Lehrpersonen und umfasst eine Sammlung mit konkreten Anregungen zur Sensibilisierung für filmisches Erzählen und zum «Filme machen» mit der Klasse. Darüber hinaus liefert das Dossier filmgestalterische Hintergrundinformationen, Techniktipps für die Arbeit mit Kamera, Computer und Smartphone, rechtliche Hinweise sowie Angebote und Materialien zu Filmbildung für Schulen.

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Vision Kino gGmbH

Das melancholische Mädchen

Schwere diskurspolitische Fragen zu Gender und neoliberalen Anhängigkeiten serviert Susanne Heinrich mit großer Leichtigkeit. In den dargestellten Debatten um Feminismus und weibliche Selbstoptimierung, verdeutlicht etwa in einer absurden Castingshow, können sich Schüler*innen durchaus wiedererkennen. Wenn nackte Männer Posen einnehmen, die dem üblichen Werbebild von Frauen entsprechen, werden Sehgewohnheiten lustvoll persifliert. In künstlerischen Fächern lassen sich anhand der extrem stilisierten Inszenierung postmoderne Ausdrucksformen in Theater und Film sowie die Arbeit mit intertextuellen Bezügen diskutieren. Die augenzwinkernd-nostalgische Gestaltung im Gewand der Fünfzigerjahre erlaubt aber auch eine historische Betrachtung: Inwieweit haben sich Frauenbilder gewandelt? Wo stehen wir heute, zwischen Hypersexualisierung und Prüderie? Mit seinem steten Wechsel zwischen Humor und bitterem Ernst macht der Film Lust, sich mit solchen Themen zu beschäftigen. Im Zeitalter von sozialen Medien und dem allgegenwärtigen Zwang zur Selbstdarstellung sind sie aktueller denn je.