Unterrichtsplanung

Vision Kino gGmbH

Im Niemandsland

Das Jahr 1990 markiert eine bedeutende Zäsur der deutschen Geschichte. Im Oktober jenes Jahres wurde die staatliche Einheit nach mehr als vierzig Jahren Trennung innerhalb jeweils unterschiedlicher Gesellschaftssysteme vollzogen. Florian Aigners Film "Im Niemandsland" fordert geradezu dazu auf, sich mit politischen Vorgängen im Jahr der Deutschen Einheit und deren Folgen zu beschäftigen. Der Handlungszeitraum des Films wird durch Originaldokumente aus Nachrichtensendungen mit Blick auf den Einheitsprozess des Jahres 1990 strukturiert. Parallel leitet sich der Konflikt zwischen den Familien der Liebenden direkt aus Problemen des Einigungsvertrages her. Wenn es auch verlockend erscheint, sich angesichts der zeitgeschichtlichen Einordnung der Filmhandlung vorwiegend auf die angerissenen politischen Themen zu konzentrieren, sollte man dies zunächst zurückstellen. Thematisch geht es primär um eine Liebesbeziehung zweier junger Menschen, die sich unter schwierigen äußeren Bedingungen behaupten muss.

Bild, Text

Hans-Böckler-Stiftung

Themenheft Soziale Sicherung

Das Themenheft behandelt Aktivierungstrends im Sozialstaat. Näher untersucht werden dabei die Politikbereiche Arbeitsmarkt, Familie und Rente: Waren die Hartz-IV-Reformen ein Erfolg? Welche Ziele kann und soll Familienpolitik verfolgen? Reicht die kollektive Vorsorge?

Arbeitsblatt, Unterrichtsplanung

Vision Kino gGmbH

Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit liefert der Film vor allem durch das dargestellte Aufeinanderprallen zwischen staatlicher und religiöser Institution (Polizei, Klerus) und sozialer Bewegung (Feminismus/Gleichberechtigung). Welche Normen wiegen mehr? Staatliche Gesetze? Kirchliche Vorschriften? Oder das Recht jedes Menschen, nicht aufgrund seines Geschlechtes diskriminiert zu werden? In der Auseinandersetzung mit dem Film als Werk kann über den Titel nachgedacht werden. Welche Aussage kann man damit verbinden? Was ist das "Göttliche" an Petrunya?

Arbeitsblatt, Unterrichtsplanung

Vision Kino gGmbH

Der Junge muss an die frische Luft

Auch ohne tieferes Wissen um die prominente Hauptfigur lassen sich die wesentlichen Merkmale dieser außergewöhnlichen Biografie entschlüsseln. Die Schülerinnen und Schüler können darlegen, inwieweit Komik auch in ihrem Umfeld der Konfliktbewältigung dient. Im Fall Kerkelings, der 1991 gegen seinen Willen als homosexuell geoutet wurde, beinhaltet diese humoristische Herangehensweise auch das Spiel mit Geschlechterrollen. Die sensible Darstellung im Film ermöglicht eine offene Diskussion des Themas, zum Beispiel über den Unterschied zwischen Performance und Identität. Mittels der Themen Heimat und Dialekt - hier am Beispiel des Ruhrgebiets - können die Jugendlichen erörtern, wie ihre Heimat in der Regel im Film präsentiert wird und was man dadurch über Menschen erfährt. Anhand Hapes unbeirrbarem Willen zur Berühmtheit kann schließlich diskutiert werden, wie sich die medialen Voraussetzungen für eine Promi-Karriere seit damals verändert haben.

Arbeitsblatt, Unterrichtsplanung

Vision Kino gGmbH

Das melancholische Mädchen

Schwere diskurspolitische Fragen zu Gender und neoliberalen Anhängigkeiten serviert Susanne Heinrich mit großer Leichtigkeit. In den dargestellten Debatten um Feminismus und weibliche Selbstoptimierung, verdeutlicht etwa in einer absurden Castingshow, können sich Schüler*innen durchaus wiedererkennen. Wenn nackte Männer Posen einnehmen, die dem üblichen Werbebild von Frauen entsprechen, werden Sehgewohnheiten lustvoll persifliert. In künstlerischen Fächern lassen sich anhand der extrem stilisierten Inszenierung postmoderne Ausdrucksformen in Theater und Film sowie die Arbeit mit intertextuellen Bezügen diskutieren. Die augenzwinkernd-nostalgische Gestaltung im Gewand der Fünfzigerjahre erlaubt aber auch eine historische Betrachtung: Inwieweit haben sich Frauenbilder gewandelt? Wo stehen wir heute, zwischen Hypersexualisierung und Prüderie? Mit seinem steten Wechsel zwischen Humor und bitterem Ernst macht der Film Lust, sich mit solchen Themen zu beschäftigen. Im Zeitalter von sozialen Medien und dem allgegenwärtigen Zwang zur Selbstdarstellung sind sie aktueller denn je.

Text

Bundeszentrale für Politische Bildung

Film-Hefte: Requiem

Requiem von Hans-Christian Schmid erzählt nach einer wahren Begebenheit aus den 1970er Jahren das Drama einer unter Epilepsie leidenden jungen Frau, an der nach einem seelischen Zusammenbruch ein Exorzismus vorgenommen wird.