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Arbeitsblatt, Unterrichtsplanung

Vision Kino gGmbH

Alfons Zitterbacke: Das Chaos ist zurück

Zunächst kann Alfons' klar ausformulierter Berufswunsch Astronaut ein Klassengespräch über eigene Zukunftsträume und Berufsideen anregen. Im Film spielen Vorbilder wie der ISS-Kommandant Alexander Gerst eine Rolle, was die Basis für eine Diskussion zum Thema Idole bilden kann. Für Alfons bringen das Ausbildungsziel und die damit einhergehende Technikfaszination Probleme mit sich. Dem Vorwurf seiner Eltern, "zu viel Fantasie" zu besitzen, begegnet der sensible Tagträumer mit Selbstzweifeln und dem Ansinnen, ein "ganz normaler Junge" zu werden. Eine Figurenanalyse kann beim Verhältnis zum strengen Vater ansetzen, der dem Sohn mehr "Männlichkeit" eintrichtern will, oder die Freundschaft zwischen Alfons und Benni untersuchen, die etwas wankt, als Alfons Emilia kennenlernt. Die Passagen, in denen der Protagonist seine Gefühlslage in einem Voice Over schildert, unterstreichen die zentralen Aspekte der Charakterzeichnung. Darüber hinaus kann die lebhaft vermittelte Technikbegeisterung in den MINT-Fächern zu eigenen Experimenten ermuntern.

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Unheimlich perfekte Freunde

Die erzählte Geschichte spielt zwar in einer Fantasiewelt mit magischen und skurrilen Momenten, ist aber gleichzeitig sehr realitätsnah, in dem sie auf lustige, aber auch punktgenaue Weise den Perfektionswahn und den Leistungsdruck in unserer Gesellschaft aufgreift. Die Kinder können anhand des Films miteinander ins Gespräch kommen, inwieweit sie selbst diesen Druck durch Elternhaus und Schule spüren und wie sie damit umgehen. Ebenso können die Gruppenkonstellationen in Klassenverbänden und die verschiedenen Zuschreibungen an manche Kinder wie "der Dumme", "der Sportliche", "der Streber" kritisch hinterfragt werden. Die Botschaft des Films, dass die Einzigartigkeit jedes Menschen mit allen seinen Stärken und Schwächen viel wichtiger ist als die Erwartungen anderer an seine Leistungen, kann hier befreiend wirken und dazu anregen, sich selbst anzunehmen und andere so zu akzeptieren wie sie sind.

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Rocca verändert die Welt

Die 11-jährige Astronautentochter Rocca reist vom Weltraumbahnhof Baikonur nach Hamburg zu ihrer Großmutter. Die soll, während Roccas Vater mit der ISS durchs All fliegt, auf das Mädchen achtgeben und Rocca zum ersten Mal in ihrem Leben eine normale Schule besuchen. Doch alles kommt anders: Rocca landet das Flugzeug, mit dem sie anreist, selbst, weil die Piloten eine Fischvergiftung haben; der Taxifahrer fährt ein Eichhörnchen an und Rocca rettet es. Bei ihrer Oma stellt sich heraus, dass die nichts von Rocca wissen will. Am Tag der Einschulung landet die Großmutter nach einem Zusammenstoß mit dem Eichhörnchen im Krankenhaus. Jetzt ist Rocca auf sich allein gestellt, was für sie kein Problem ist, für Schuldirektor Klein und Frau Hartholz vom Jugendamt aber schon. Energisch setzt Rocca alles daran, nicht in eine Pflegefamilie zu müssen. ROCCA VERÄNDERT DIE WELT erzählt von einem unkonventionellen Mädchen, das vormacht, wie sich Probleme lösen lassen.

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Lampenfieber

Der Film lädt dazu ein, über eigene Träume und ihre Verwirklichung zu reflektieren. Er ermöglicht somit auch die Diskussion über persönliche Lebensziele und -planung. Er zeigt, welche positive Anstrengungen zur Verwirklichung von Träumen notwendig sind und hinterfragt zugleich, ab wann Selbstverwirklichung zu Stress wird, etwa wenn im Kontakt mit der professionellen Entertainment-Welt sich kindliche Begeisterung bei hartem Training und einem vollen Terminkalender bewähren muss. Es bieten sich auch Anknüpfungspunkte zu den Themenfeldern Familie in Verbindung zu Aspekten wie Freizeitgestaltung und Stressbewältigung sowie Krankheit und Tod. Die dahingehend verschiedenen familiären Hintergründe und Interessen der einzelnen Protagonist*innen könnten miteinander verglichen und Identifikationen gefunden werden. Eine Recherche zur Geschichte des Friedrichstadtpalastes und seine Einordnung und Bedeutung in der jeweiligen Zeit ist historisch und politisch interessant. Aus künstlerischer Sicht wirft der Film die Frage auf "Wie entsteht eigentlich ein Theaterstück?"