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Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)

Ökolandbau: Boden

Ein fruchtbarer Boden ist für einen landwirtschaftlichen Betrieb von größter Bedeutung. Doch was genau ist darunter zu verstehen? Reicht es aus, wenn im Boden alle notwendigen Nährstoffe vorhanden sind, oder gehört doch noch mehr dazu? Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in dieser Unterrichtseinheit vergleichend, das heißt sie wiederholen entsprechende Kenntnisse aus dem konventionellen Bereich und schauen, welche Unterschiede und welche Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Bewirtschaftungsweisen existieren. Diese Methode trägt dazu bei, das vorhandene Wissen nicht nur zu festigen, sondern es durch die vergleichende Vorgehensweise auch weiterzuentwickeln.

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Ökolandbau: Fruchtfolge

Die Gestaltung einer abwechslungsreichen Fruchtfolge (Fruchtwechsel auf einer Fläche) ist eine der zentralen Methoden des ökologischen Ackerbaus, um innerbetriebliche Nährstoffkreisläufe zu haben und das Beikraut besser kontrollieren zu können. Diese muss dabei natürlich auch den ökonomischen und sonstigen innerbetrieblichen Bedürfnissen gerecht werden. Übliche Fruchtfolgen im Ökolandbau haben 6 bis 10 Glieder. Diese Methode bringt für die Biolandwirtin und den Biolandwirt sowohl Vorteile als auch Nachteile im Vergleich mit konventionellen Fruchtfolgen, die eher zwei- bis dreigliedrig sind und meistens eine Kultur flächenmäßig dominieren lassen (nach Cross Compliance müssen drei Fruchtarten angebaut werden, wobei keine unter 15 % des Flächenanteils liegen darf).

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Ökolandbau: Grünland

Grünland ist eine dauernde, von zahlreichen Pflanzenarten im Gemisch gebildete Grasnarbe. Es ist durch menschliche Einflüsse entstanden (Rodung und regelmäßige Schnitt- oder Weidenutzung) und - bis auf wenige Ausnahmen - keine natürliche Vegetationsform in Mitteleuropa. Jeder Landwirt sollte seine Wiesen und Weiden als sein Grünfutter-Potenzial betrachten und es zumindest in groben Zügen beurteilen können. Hierunter fällt insbesondere auch Pflege und Erhalt der Grünlandflächen. Der ökologische Landbau geht da mit gutem Beispiel voran. Durch die extensive Bewirtschaftung werden Flora und Fauna der Grünlandflächen erhalten und gefördert. Ökologische Flächen sind artenreicher als konventionell bewirtschaftete. Um eine Artenvielfalt, wie sie auf Magerrasen üblich ist, zu erreichen, müssen in der Regel auch die Ökolandwirtin und der Ökolandwirt noch weitere Extensivierungsmaßnahmen durchführen. Für eine ökonomisch und ökologisch gute Nutzung des Grünlandes sollten 60 bis 70 Prozent wertvolle Gräser, 15 bis 20 Prozent Leguminosen und 15 bis 20 Prozent wertvolle Kräuter im Aufwuchs enthalten sein. Die Gräser dienen dabei als Massebildner, Energieträger und zur Konservierbarkeit; Leguminosen und Kräuter sind Eiweißträger und Mineralstofflieferanten; zudem binden die Leguminosen den Luftstickstoff im Boden. Die genaue Artenzusammensetzung richtet sich hierbei nach den Standortverhältnissen, der Düngung, der Nutzungsintensität und -weise. Unerlässlich für die Betrachtung des Grünlandes und für eine Neuansaat ist die Art der Nutzung, das heißt findet eine reine Schnittnutzung statt oder wird auch beweidet.

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Ökolandbau: Kreislaufwirtschaft

Mit dieser Unterrichtseinheit sollen die Schülerinnen und Schüler Kreisläufe in der Natur erkennen und verstehen lernen. Der möglichst geschlossene Betriebskreislauf des ökologischen Landbaus ist hierfür ein hervorragendes Beispiel. Nach dem Vorbild der Natur ist das Ziel, den ökologischen Betrieb als ganzheitliches System so zu bewirtschaften, dass möglichst geringe Zufuhren (Wasser, Energie, Nährstoffe, …) von außen nötig sind, ohne dass Mangelzustände bei Nutztieren und -pflanzen entstehen. Besonders wichtig ist es, umweltschädliche Verluste an wertvollen Nährstoffen zum Beispiel durch Nitratauswaschung oder Ammoniakausgasung zu vermeiden.