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Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)

Ökolandbau: Fruchtfolge

Die Gestaltung einer abwechslungsreichen Fruchtfolge (Fruchtwechsel auf einer Fläche) ist eine der zentralen Methoden des ökologischen Ackerbaus, um innerbetriebliche Nährstoffkreisläufe zu haben und das Beikraut besser kontrollieren zu können. Diese muss dabei natürlich auch den ökonomischen und sonstigen innerbetrieblichen Bedürfnissen gerecht werden. Übliche Fruchtfolgen im Ökolandbau haben 6 bis 10 Glieder. Diese Methode bringt für die Biolandwirtin und den Biolandwirt sowohl Vorteile als auch Nachteile im Vergleich mit konventionellen Fruchtfolgen, die eher zwei- bis dreigliedrig sind und meistens eine Kultur flächenmäßig dominieren lassen (nach Cross Compliance müssen drei Fruchtarten angebaut werden, wobei keine unter 15 % des Flächenanteils liegen darf).

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Gartenbau: Pflanzenschutz

Um einen möglichst sparsamen und nützlingsschonenden Pflanzenschutz durchführen zu können, ist es wichtig, das Auftreten der Schädlinge und Nützlinge in der Obstanlage genau zu verfolgen. Die stetige Nützlingsförderung und das gezielte Ausbringen von Nützlingen beispielsweise nach der Auswertung von Fruchtholzuntersuchungen zur Ruhephase der Obstanlage sind hier hierbei wichtige Maßnahmen. Die Nützlingsförderung fordert gute Kenntnisse über Schadbilder, Schaderreger in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien und die unterschiedlichen Nützlingsarten und ihre Bedürfnisse. Da aufgrund der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau nur sehr wenige Mittel zum Pflanzenschutz erlaubt sind, können solche Kenntnisse jedoch als notwendige Voraussetzung für einen erfolgreichen ökologischen Obstbau angesehen werden. Der Pflanzenschutz im ökologischen Obstbau arbeitet mit umweltschonenden Maßnahmen, bei denen es nicht darum geht, Schaderreger vollständig auszurotten, sondern der auf ein möglichst natürliches Gleichgewicht zwischen Schädlingen und deren Gegenspielern bei gleichzeitig niedrigem Befallsdruck zielt. Direkte Bekämpfungsmaßnahmen aufgrund eines übermäßigen Schädlingsbefalls werden daher erst nach Überschreiten bestimmter Schadschwellen durchgeführt.

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Ökolandbau: Pflanzenschutz

Der Pflanzenschutz im ökologischen Landbau unterscheidet sich deutlich von den konventionellen Methoden. Die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau verbieten den größten Teil der in der konventionellen Landwirtschaft üblichen chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel. Stattdessen ist das Grundprinzip hier, die Gesundheit der Pflanzen durch vorbeugende Maßnahmen zu erhalten und zu fördern. Ökologisch wirtschaftende Betriebe wirken daher vor allem mit abwechslungsreichen Fruchtfolgen, Untersaaten, Sortenwahl, angepasster Düngung, Förderung und Schutz von Nützlingen einem übermäßigen Krankheitsbefall vor. Die gemäß den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau zulässigen Pflanzenschutzmittel basieren auf natürlichen Substanzen. Herbizide sind nicht darunter. Die Regulierung von Beikräutern kann thermisch oder mechanisch erfolgen. Insgesamt zielt die ökologische Bewirtschaftung nicht auf eine vollständige Befallsfreiheit von Schädlingen und Beikräutern. Vielmehr sollen Schädlinge und Beikräuter unterhalb eines wirtschaftlichen Schadniveaus bleiben.

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Ökolandbau: Sortenvielfalt

Die Wahl geeigneter Pflanzensorten ist in allen Bereichen des Gartenbaus entscheidend. Im Gemüsebau spielen neben Kriterien wie Geschmack und Aussehen heute vor allem Resistenzen gegenüber Krankheiten und Schädlingen und höchstmöglicher Ertrag die wichtigsten Rollen. Ähnlich wie in der Landwirtschaft gibt es auch hier überregional und zum Teil international tätige Firmen, die sich auf die Herstellung solch hochspezialisierter, jedoch in der Regel durch den Käufer nicht nachbaufähiger Pflanzen ausgerichtet haben. Dies hat zur Folge, dass viele Sorten, zum Teil alte oder seltene Nutzpflanzen, nach und nach vom Markt verschwinden. Im Bereich des ökologischen Gartenbaus gibt es jedoch einige Betriebe, die sich dieser Entwicklung entgegenstellen und mit verschiedenen Maßnahmen versuchen pflanzengenetische Ressourcen zu erhalten.

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Ökolandbau: Obstanlage

In allen großen Obstanbaugebieten Deutschlands und für viele Obstbaubetriebe stellt der Apfel die Haupt-Kultur dar (rund 50 % aller Obstflächen und 90 % aller Kernobstflächen). Zum einen ist der Apfel beim Verbraucher beliebt und er lässt sich in allen Regionen und Standorten erfolgreich anbauen. Mit einem Verbrauch von rund 26 Kilogramm pro Kopf und Jahr ist der Apfel unangefochten das Lieblingsobst der Deutschen. Etwa 15 % aller Apfelanlagen werden ökologisch bewirtschaftet, was einer Anbaufläche von 4.700 Hektar entspricht (Zahlen für das Jahr 2012, Quelle: www.destatis.de)

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Ökolandbau: Kreislaufwirtschaft

Mit dieser Unterrichtseinheit sollen die Schülerinnen und Schüler Kreisläufe in der Natur erkennen und verstehen lernen. Der möglichst geschlossene Betriebskreislauf des ökologischen Landbaus ist hierfür ein hervorragendes Beispiel. Nach dem Vorbild der Natur ist das Ziel, den ökologischen Betrieb als ganzheitliches System so zu bewirtschaften, dass möglichst geringe Zufuhren (Wasser, Energie, Nährstoffe, …) von außen nötig sind, ohne dass Mangelzustände bei Nutztieren und -pflanzen entstehen. Besonders wichtig ist es, umweltschädliche Verluste an wertvollen Nährstoffen zum Beispiel durch Nitratauswaschung oder Ammoniakausgasung zu vermeiden.