Arbeitsblatt, Unterrichtsplanung

Vision Kino gGmbH

Booksmart

Olivia Wilde thematisiert in ihrem Regiedebüt lesbische Liebe, Pornografie, Selbstbefriedigung, und jugendlichen Drogenkonsum (dabei ist der Film jedoch weit davon entfernt, bildlich zu explizit zu sein). Die Beschäftigung mit einem sich verändernden Körper, mit Sexualität sowie mit Konzepten von Weiblichkeit und Männlichkeit steht bei der Entwicklung einer Geschlechtsidentität im Vordergrund. Jugendliche Zuschauer*innen können in Molly, Amy und ihre Mitschüler*innen medialen Vorbildern begegnen, die für Vielfalt und Toleranz stehen - und so in der Entwicklung ihrer individuellen Persönlichkeit bestärken werden.

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Der Junge muss an die frische Luft

Auch ohne tieferes Wissen um die prominente Hauptfigur lassen sich die wesentlichen Merkmale dieser außergewöhnlichen Biografie entschlüsseln. Die Schülerinnen und Schüler können darlegen, inwieweit Komik auch in ihrem Umfeld der Konfliktbewältigung dient. Im Fall Kerkelings, der 1991 gegen seinen Willen als homosexuell geoutet wurde, beinhaltet diese humoristische Herangehensweise auch das Spiel mit Geschlechterrollen. Die sensible Darstellung im Film ermöglicht eine offene Diskussion des Themas, zum Beispiel über den Unterschied zwischen Performance und Identität. Mittels der Themen Heimat und Dialekt - hier am Beispiel des Ruhrgebiets - können die Jugendlichen erörtern, wie ihre Heimat in der Regel im Film präsentiert wird und was man dadurch über Menschen erfährt. Anhand Hapes unbeirrbarem Willen zur Berühmtheit kann schließlich diskutiert werden, wie sich die medialen Voraussetzungen für eine Promi-Karriere seit damals verändert haben.

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Das melancholische Mädchen

Schwere diskurspolitische Fragen zu Gender und neoliberalen Anhängigkeiten serviert Susanne Heinrich mit großer Leichtigkeit. In den dargestellten Debatten um Feminismus und weibliche Selbstoptimierung, verdeutlicht etwa in einer absurden Castingshow, können sich Schüler*innen durchaus wiedererkennen. Wenn nackte Männer Posen einnehmen, die dem üblichen Werbebild von Frauen entsprechen, werden Sehgewohnheiten lustvoll persifliert. In künstlerischen Fächern lassen sich anhand der extrem stilisierten Inszenierung postmoderne Ausdrucksformen in Theater und Film sowie die Arbeit mit intertextuellen Bezügen diskutieren. Die augenzwinkernd-nostalgische Gestaltung im Gewand der Fünfzigerjahre erlaubt aber auch eine historische Betrachtung: Inwieweit haben sich Frauenbilder gewandelt? Wo stehen wir heute, zwischen Hypersexualisierung und Prüderie? Mit seinem steten Wechsel zwischen Humor und bitterem Ernst macht der Film Lust, sich mit solchen Themen zu beschäftigen. Im Zeitalter von sozialen Medien und dem allgegenwärtigen Zwang zur Selbstdarstellung sind sie aktueller denn je.

Text

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Die Königin von Niendorf

Sommerferien in Niendorf, endlich! Lea (10) ist eigentlich ganz froh, dass sie diesmal nicht mit ihrer Freundin Lara ins Feriencamp fährt, denn Lara ist in letzter Zeit so komisch geworden, posiert vorm Spiegel und redet nur noch über Jungs. Da klettert Lea lieber weiterhin auf Bäume oder besucht den Musiker Mark auf seinem Bauernhof. Bei ihren Streifzügen auf dem Fahrrad beobachtet sie fünf Jungen, die ein blaues Ölfass "bergen". Neugierig folgt sie ihnen und entdeckt ihr Floß. Das ist aber nur für Bandenmitglieder, und in die Bande dürfen keine Mädchen, weil die immer Angst haben. "Ich nicht!", entgegnet Lea. Um das zu beweisen und um in die Bande aufgenommen zu werden, soll Lea "das Mysterium vom Feuerwehrmann" aufklären: Der Vater der Zwillinge Tim und Tom verschwindet nämlich jeden Abend in seinem Keller.

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Mustang

Ein Ausflug zum Meer an einem schönen Sommertag wird für fünf Mädchen aus der ländlichen Türkei zum Verhängnis. Weil sie von einer Nachbarin beobachtet werden, wie sie mit Jungen im Wasser herumalbern, befürchten ihre Großmutter und ihr Onkel, im Dorf in Verruf zu geraten. Eindrucksvoll erzählt Deniz Gameze Ergüven in ihrem Film von dem Aufeinanderprallen traditioneller und moderner Rollenbilder.

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Das Mädchen Wadjda

Der erste von einer Frau in Saudi-Arabien realisierte Film, erzählt auf poetische, humorvolle und authentische Weise vom Aufbegehren eines Mädchens in einer von Männern streng regulierten Kultur. Der geschlechtergetrennte gesellschaftliche Raum, in dem sich Frauen in einer begrenzten Öffentlichkeit bewegen und der ähnlich starr geordnete Raum des Familienlebens, der aber zumindest Nischen für die Verwirklichung eigener Träume lässt, bilden einen authentisch wirkenden Rahmen für die starke Hauptfigur und ihre Ideen.

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Ephraim und das Lamm

In märchenhaften Bildern vermittelt der Film einen starken Eindruck alltäglicher Lebensbedingungen im ländlichen Äthiopien, die geprägt sind vom Kampf um Existenzgrundlagen. Zugleich erlebt man, wie sich ein beginnender gesellschaftlicher Umbruch auf traditionelle soziale Verhältnisse auswirkt.