Unterrichtsplanung

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Im Niemandsland

Das Jahr 1990 markiert eine bedeutende Zäsur der deutschen Geschichte. Im Oktober jenes Jahres wurde die staatliche Einheit nach mehr als vierzig Jahren Trennung innerhalb jeweils unterschiedlicher Gesellschaftssysteme vollzogen. Florian Aigners Film "Im Niemandsland" fordert geradezu dazu auf, sich mit politischen Vorgängen im Jahr der Deutschen Einheit und deren Folgen zu beschäftigen. Der Handlungszeitraum des Films wird durch Originaldokumente aus Nachrichtensendungen mit Blick auf den Einheitsprozess des Jahres 1990 strukturiert. Parallel leitet sich der Konflikt zwischen den Familien der Liebenden direkt aus Problemen des Einigungsvertrages her. Wenn es auch verlockend erscheint, sich angesichts der zeitgeschichtlichen Einordnung der Filmhandlung vorwiegend auf die angerissenen politischen Themen zu konzentrieren, sollte man dies zunächst zurückstellen. Thematisch geht es primär um eine Liebesbeziehung zweier junger Menschen, die sich unter schwierigen äußeren Bedingungen behaupten muss.

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Filmheft Good Bye, Lenin!

Am 7. Oktober 1989 erleidet Christiane Kerner einen Herzinfarkt und erwacht nach dem Mauerfall wieder aus dem Koma. Da die Aufregung um die neue politische Situation der überzeugten Sozialistin das Leben kosten könnte, beschließt ihr Sohn Alex, die ihr vertraute DDR-Alltagskultur auf 79 Quadratmetern wiederzubeleben.

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Filmheft Sperrmüll

Im Frühsommer 1989 porträtiert Helke Misselwitz eine junge Band, deren Musiker in den Neubausilos Ost-Berlins aufgewachsen sind. Sie nennen sich "Sperrmüll" und trommeln ihren Unmut auf Gegenstände, die andere weggeworfen haben. Das Filmteam konzentriert sich in der Beobachtung auf Enrico und seine Mutter Erika. Als diese in den Westen heiratet, entscheidet er sich allein in Ost-Berlin zu bleiben. Während die Berliner Geschehnisse des Mauerfalls quasi live vom Filmteam eingefangen werden, will Enrico Bürger in seinem eigenen Staat bleiben und sieht der nahenden Wiedervereinigung mit Skepsis entgegen. Frei von nostalgischem Kitsch zeigt der Film ein Bild der DDR-Jugend, welches in keiner Weise dem offiziellen Bild entsprochen hätte. Es gelingt ihm die Relevanz der großen Veränderungen im Zuge der Wiedervereinigung für den Einzelnen greifbar zu machen und dadurch politische und menschliche Umbrüche einer ganzen Generation einzufangen.

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Filmheft Im Niemandsland

Es ist der Sommer 1990. In die Anfangseuphorie von Ost- und Westdeutschen kurz nach dem Mauerfall mischen sich bereits erste Ernüchterungen, Ressentiments und Ängste. Für Katja und Thorben beginnt in der turbulenten Wendezeit eine nicht ganz einfache Liebesgeschichte. Im Gewand dieser Romeo-und-Julia Geschichte beleuchtet "Im Niemandsland" einen wichtigen Abschnitt der jüngeren deutschen Geschichte, der Schüler*innen für die damaligen Geschehnisse sensibilisieren kann.

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Der Junge muss an die frische Luft

Auch ohne tieferes Wissen um die prominente Hauptfigur lassen sich die wesentlichen Merkmale dieser außergewöhnlichen Biografie entschlüsseln. Die Schülerinnen und Schüler können darlegen, inwieweit Komik auch in ihrem Umfeld der Konfliktbewältigung dient. Im Fall Kerkelings, der 1991 gegen seinen Willen als homosexuell geoutet wurde, beinhaltet diese humoristische Herangehensweise auch das Spiel mit Geschlechterrollen. Die sensible Darstellung im Film ermöglicht eine offene Diskussion des Themas, zum Beispiel über den Unterschied zwischen Performance und Identität. Mittels der Themen Heimat und Dialekt - hier am Beispiel des Ruhrgebiets - können die Jugendlichen erörtern, wie ihre Heimat in der Regel im Film präsentiert wird und was man dadurch über Menschen erfährt. Anhand Hapes unbeirrbarem Willen zur Berühmtheit kann schließlich diskutiert werden, wie sich die medialen Voraussetzungen für eine Promi-Karriere seit damals verändert haben.

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Filmheft Fritzi - eine Wendewundergeschichte

Fritzi kann es nicht glauben: Ihre beste Freundin Sophie soll im Sommerurlaub mit ihrer Mutter über Ungarn in den Westen geflohen sein. Aber sie hat doch ihren Hund Sputnik bei Fritzi gelassen. Wie soll denn jetzt der kleine Terrier zurück zu seinem Frauchen kommen? Schließlich trennt im Sommer 1989 noch eine scharf bewachte Grenze die beiden deutschen Staaten. Doch davon lässt sich die junge Leipzigerin nicht abschrecken und macht sich auf den Weg.

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Ephraim und das Lamm

In märchenhaften Bildern vermittelt der Film einen starken Eindruck alltäglicher Lebensbedingungen im ländlichen Äthiopien, die geprägt sind vom Kampf um Existenzgrundlagen. Zugleich erlebt man, wie sich ein beginnender gesellschaftlicher Umbruch auf traditionelle soziale Verhältnisse auswirkt.

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Blanka

Aus der Perspektive der Hauptfigur erzählt der Film vom Schicksal eines Straßenkinds. Oft beobachtet Blanka Gleichaltrige, die spielen, lernen und umsorgt werden. Das Leben der obdachlosen Kinder ist hart, sie werden kaum wahrgenommen, konkurrieren untereinander um Pesos oder Essen und gelten als "Müll". Tagtäglich werden sie in ihren Grundrechten maßgeblich verletzt. Welche Rolle und Verantwortung spielen Staat und Gesellschaft in diesem Zusammenhang?