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WDR - Westdeutscher Rundfunk (Köln)

Gola Zareen - Die goldene Kugel: Gola Zareen - Die goldene Kugel

Für Lionel Messi ist die runde Kugel wahrhaftig Gold wert - Fußball hat ihn reich und berühmt gemacht. Er und andere Fußballstars erzählen ihre Geschichten. Dabei begleiten sie die Zuschauer in eine fremde Welt, in die Stadt der Bälle, nach Sialkot in Pakistan. Hier werden fast drei Viertel aller handgenähten Fußbälle gefertigt. Der Film zeigt die Folgen der Globalisierung. Und beleuchtet dabei auch Fluch und Segen des Atlanta-Abkommens, einer gigantischen Imagekampagne der großen Sportartikel-Hersteller Mitte der 90er Jahre. Damit gelang es zwar, Kinderarbeit in einem ganzen Industriezweig abzuschaffen, doch das so entstandene Loch in den Haushaltskassen der Familien konnte das Abkommen nicht stopfen. Das Einkommen der Kinder fehlte zum Überleben. Die Folge: Eltern schickten ihre Kinder nun in die Ziegeleien und Metall verarbeitenden Betriebe, wo sie weit gefährlichere Arbeiten verrichten müssen.
Ausführliche Beschreibung:
Planet Schule hat Sialkot besucht und Menschen getroffen, für die der Ball nicht Ruhm und Reichtum sondern schlicht das Überleben bedeutet. Wie im Märchen von "Gola Zareen", der goldenen Kugel, einer pakistanischen Variante des "Froschkönigs", hat der Ball den Menschen Wohlstand gebracht. Die Ballindustrie ist nicht nur für die Region lebenswichtig, sondern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für ganz Pakistan. Das Geschäft, das vor über 100 Jahren mit der Herstellung von Bällen, Hockey- und Cricketschlägern für die britischen Kolonialherren begann, boomte über Jahrzehnte. Die Einkommen hier sind fast doppelt so hoch wie in anderen Landesteilen.



Dafür arbeiten rund 50.000 Näherinnen und Näher hart. Das Material ist dick, es kostet viel Kraft, die Nadel hindurch zu stechen. Über drei Stunden braucht es, bis ein Ball fertig ist, drei Bälle am Tag schaffen die Arbeiterinnen und Arbeiter, 40 Rupien, etwa 40 Cent, bekommen sie pro Ball. In den Geschäften Europas wird der Ball zwischen 40 und 100 Euro kosten. Doch trotz der geringen Löhne wächst der Druck auf die Handarbeiter in Pakistan. Billigbälle aus China werden immer besser, die High-Tech-Produkte aus Thailand immer günstiger. Die Lebensgrundlage der Menschen in Sialkot steht auf dem Spiel.

Anderer Ressourcentyp, Karte, Text, Unterrichtsplanung

Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI)

Kein Schicksal - Armut wird gemacht

Wer absolut arm ist, muss zwangsläufig ums Überleben kämpfen. Absolute Armut ist geprägt durch Mangel. Mangel an Geld, Nahrung, Kleidung, Obdach, medizinischer Grundversorgung, Bildung… Probleme, die wir uns oft nicht vorstellen können, Themen die uns vielfach fremd sind. Diese pdf-Begleitbroschüre zur Wanderausstellung "Kein Schicksal - Armut wird gemacht" bietet Informationen und Unterrichtsideen rund um die Themen Bildung, Arbeitsbedingungen, Geschlechtergerechtigkeit, Landraub, Trinkwasser, Weltwirtschaft und Gesundheit. Die dazugehörige Wanderausstellung können Sie kostenfrei beziehen. Wenden Sie sich bitte an Ettina Zach, SODI-Projektmanagerin für Bildung (E-Mail: e.zach@sodi.de, Telefon: 030/920 93 - 18)

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WDR - Westdeutscher Rundfunk (Köln)

Kein Brot für Öl - Biosprit-Boom in Kolumbien: Kein Brot für Öl - Biosprit-Boom in Kolumbien

Tausende Kleinbauern wurden in Kolumbien von großen Unternehmen von ihrem Grund und Boden illegal vertrieben. Jetzt wollen die Bauern ihr Land zurück, aber auf ihren Feldern reiht sich inzwischen Palme an Palme. Mit dem aus ihnen gewonnenen Öl machen die Firmen auf dem Weltmarkt ein einträgliches Geschäft, von dem auch die Regierung profitiert. Der größte Teil wird nach Europa exportiert, für Waschmittel, Margarine und Süßigkeiten. Und der größte Boom steht erst noch bevor: Agrodiesel soll in Kolumbien jetzt zur Nummer Eins der Ölpalmprodukte werden. Schon jetzt explodieren in Kolumbien die Lebensmittelpreise und die Menschen müssen hungern. Viele der ehemaligen Kleinbauern verelenden als schlecht bezahlte Tagelöhner auf den Plantagen.
Ausführliche Beschreibung:
Maria Ligia will ihr kleines Stück Land zurückhaben und dort wieder Yucca, Reis und Bananen anbauen. Wie Tausende anderer Kleinbauern wurde sie von ihrem Grund und Boden im Westen Kolumbiens von mächtigen Unternehmern gewaltsam vertrieben. Jetzt wollen die Bauern zurück, aber auf ihren Feldern reiht sich inzwischen Palme an Palme, soweit das Auge reicht. "Grüne Wüste" nennen sie die riesigen Plantagen. Mit dem aus den Palmen gewonnen Öl machen die großen Plantagenbesitzer auf dem Weltmarkt ein einträgliches Geschäft, von dem auch die Regierung profitiert. Doch der größte Boom der Palme bahnt sich grade erst an, ausgelöst vom Treibstoffdurst der Industrieländer und deren Biospritbedarf. Agrodiesel soll in Kolumbien jetzt zur Nummer Eins der Ölpalmprodukte werden.



Die Anbaufläche der Palmen soll sich in den nächsten Jahren noch einmal verdoppeln, so plant es die Regierung und verspricht, dass die riesigen Monokulturen der Bevölkerung Arbeitsplätze und Wohlstand, Frieden und Entwicklung bringen würden.



In Kolumbien explodieren schon jetzt die Lebensmittelpreise und viele der ehemaligen Kleinbauern verelenden als schlecht bezahlte Tagelöhner auf den Plantagen. "Bei uns sterben Säuglinge an Unterernährung.", erzählt Maria Ligia aufgebracht. Wer profitiert wirklich vom Biosprit-Boom in Kolumbien - und wer bleibt auf der Strecke?

Anderer Ressourcentyp

SWR (Baden-Baden)

Haiti: Dem Weltmarkt ausgeliefert

In Haiti wurde den Menschen versprochen, ihre Armut habe ein Ende, wenn das Agrarland sich dem internationalen Welthandel öffnet. Doch mit der Öffnung des Marktes drängte unter anderem billiger US-amerikanischer Reis ins Land, mit dem die einheimischen Reisbauern nicht konkurrieren konnten. In der Folge haben sie ihre Dörfer verlassen und wohnen nun ohne jede Existenzgrundlage in den Slums der Hauptstadt Port-au-Prince. Zu der wirtschaftlichen Not kommt die politisch extrem instabile Lage, die dazu führt, dass Haiti das ärmste Land der westlichen Hemisphäre ist, in dem die Hälfte der Bevölkerung an Hunger leidet. Doch es gibt auch positive Signale: Die einheimische Nichtregierungsorganisation "Buy local Haiti" ermutigt die Menschen, wieder selbst Nahrungsmittel zu produzieren und auch einheimische Produkte zu kaufen. Der Erfolg dieser hoffnungsvollen Initiative ist durch das schwere Erdbeben im Januar 2010 jedoch wieder gefährdet.

Arbeitsblatt, Unterrichtsplanung, Video

Planet Schule, WDR

Planet Schule: Globalisierung und Entwicklung

Welche Folgen die Globalisierung für Mensch und Natur in Entwicklungsländern hat, zeigt dieser Wissenspool an mehreren Beispielen aus Afrika und Lateinamerika. Drei Filme beschäftigen sich mit den beiden größten Regenwaldgebieten der Erde und erklären, warum sie bedroht sind und welche Initiativen es zum Schutz gibt. Im Unterricht lassen sich die 15-30minütigen Filme unterschiedlich kombinieren: zum Themenschwerpunkt Ökosystem, Tropischer Regenwald oder zu Fallbeispielen über die Folgen globalen Wirtschaftens im Spannungsfeld von wirtschaftlichen Disparitäten und Austauschbeziehungen. Die Unterrichtsvorschläge eignen sich für den Erdkunde-Unterricht ab Jahrgangsstufe 9 und in der Oberstufe.

Anderer Ressourcentyp

SWR (Baden-Baden)

Haiti: Dem Weltmarkt ausgeliefert

In Haiti wurde den Menschen versprochen, ihre Armut habe ein Ende, wenn das Agrarland sich dem internationalen Welthandel öffnet. Doch mit der Öffnung des Marktes drängte unter anderem billiger US-amerikanischer Reis ins Land, mit dem die einheimischen Reisbauern nicht konkurrieren konnten. In der Folge haben sie ihre Dörfer verlassen und wohnen nun ohne jede Existenzgrundlage in den Slums der Hauptstadt Port-au-Prince. Zu der wirtschaftlichen Not kommt die politisch extrem instabile Lage, die dazu führt, dass Haiti das ärmste Land der westlichen Hemisphäre ist, in dem die Hälfte der Bevölkerung an Hunger leidet. Doch es gibt auch positive Signale: Die einheimische Nichtregierungsorganisation "Buy local Haiti" ermutigt die Menschen, wieder selbst Nahrungsmittel zu produzieren und auch einheimische Produkte zu kaufen. Der Erfolg dieser hoffnungsvollen Initiative ist durch das schwere Erdbeben im Januar 2010 jedoch wieder gefährdet.

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Bundeszentrale für Politische Bildung

Themenblätter im Unterricht: Soziale Gerechtigkeit - Utopie oder Herausforderung?

Verteilung von Bildungschancen, Generationengerechtigkeit, Hartz IV ? soziale (Un-)Gerechtigkeit hat viele Gesichter. Die Themenblätter regen zur Überlegung an, welche Faktoren für soziale Gerechtigkeit bestimmend sind, wofür der Staat und wofür der Einzelne verantwortlich sein sollte und wie Sozialstaatsverständnis mit Demokratie zusammenhängt.

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Bundeszentrale für Politische Bildung

Themenblätter im Unterricht: Mitte der Gesellschaft

Die Frage nach sozialer Gerechtigkeit wird mit der zunehmenden Öffnung der Einkommensschereimmer dringlicher. Doch wie steht es eigentlich mit der Mitte der Gesellschaft? Ist sie wirklich im Begriff sich aufzulösen, oder gar wegzubrechen? Was würde das für unsere Gesellschaft bedeuten? Zur Aufbereitung dieses Themas im Unterricht stellen wir Ihnen hier Arbeitsmaterial zur Verfügung.