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Planet Schule, SWR

Die Schwarzwaldbauern

Im Mittelalter gründeten christliche Missionare die ersten Klöster im Schwarzwald und begannen, Land urbar zu machen; nach und nach siedelten sich auch Bauern an. In harter Arbeit verdienten sie ihren Lebensunterhalt mit Holz- und Landwirtschaft. Sie entwickelten den typischen Schwarzwaldhof, der ideal an Hanglage und Wetter angepasst ist. Ein solcher Hof ist auch der Ebenemooshof der Familie Tritschler. Die Familie lebt in der Hauptsache von der Forstwirtschaft. Der Film zeigt die Arbeit auf einem Schwarzwaldhof früher und heute und veranschaulicht den Aufbau eines typischen Schwarzwaldhauses in einer 3D-Animation.

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Planet Schule, SWR

Die Uhrmacher

Sie ist ein typisches Mitbringsel und auf der ganzen Welt bekannt: die Schwarzwälder Kuckucksuhr. Doch Uhren aus dem Schwarzwald gab es schon fast hundert Jahre bevor die Kuckucksuhr erfunden wurde. An langen Winterabenden stellten Bauern und deren Söhne und Knechte hölzerne Uhren her - ein Nebenverdienst, der für einige zum Beruf wurde und im Schwarzwald schließlich einen neuen Industriezweig begründete: die Uhrenproduktion. Sie erlebte Ende des 19. Jahrhunderts ihre Blütezeit mit der Einführung der Akkord- und Fließbandarbeit. Unangefochtener Exportschlager war und ist die Kuckucksuhr.

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Planet Schule, SWR

Die Bergleute und Glasbläser

Schon im Mittelalter entdeckten Menschen neben dem Holz auch die Schätze des Schwarzwaldes, die unter der Erde schlummerten: Eisenerz und Silber. Die Hoffnung auf Siedlungsraum und Arbeit zog mehr und mehr Menschen in den Schwarzwald. Auf der Suche nach dem silberhaltigen Bleiglanz arbeiteten viele von ihnen unter Tage, in den engen Stollen der Bergwerke. Silber war als Zahlungsmittel sehr begehrt und machte Klöster, Vögte und Kaufleute reich. Und der Schwarzwald bot einen weiteren wichtigen Rohstoff: Quarzsand. Er wurde aus den Bächen gewonnen und zu "Waldglas" verarbeitet. Viele Glasbläser verdienten sich im Schwarzwald ihren Lebensunterhalt; sogenannte "Glasträger" trugen das berühmte Waldglas in die Welt.

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Planet Schule, SWR

Die Touristen

Seit mehr als 150 Jahren ist der Schwarzwald ein beliebtes Reiseziel. Ob beim Baden am Titisee, beim Wandern in den Wäldern oder beim Wintersport auf dem Feldberg - Touristen aus aller Welt suchen dort Erholung und Vergnügen. Einer der ersten, die sich das zu nutzen machten, war der Naturliebhaber Franz-Otto Eigler aus Freiburg. Er eröffnete Mitte des 19. Jahrhunderts den ersten Gasthof am Titisee. Doch noch war die Reise in den Schwarzwald beschwerlich. Mit der Eröffnung der Höllentalbahn von Freiburg nach Neustadt 1882 erlebte der Tourismus einen großen Schub. Und die Erfindung der Skier als Freizeit- und Sportgerät brachte auch im Winter immer mehr Gäste. Heute ist der Wintersport nicht mehr aus dem Schwarzwald wegzudenken. Aber die Entwicklung steht nicht still: Ein neuer Trend ist der Fahrradtourismus mit dem E-Bike.

Anderer Ressourcentyp

WDR - Westdeutscher Rundfunk (Köln)

Planet Schule unterwegs: Planet Schule unterwegs IV

Ob beim Training junger Bundeswehr-Soldaten für ihren Einsatz in Afghanistan, auf einer der wichtigsten Messen für Figurensammler oder bei einem wahren Mega-Event - Jo Hiller hat sich wieder aufgemacht, um in ganz Deutschland hinter die Kulissen zu schauen. Themen: ECO3-Siedlung (Essen); Wertstoffhof (Essen); Bundeswehr; Blut; Figurensammler; Bergbau-Museum; Wald; Mega-Event; Theraphie (Neurologie).

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Planet Schule, SWR

Die Köhler

Mit der Besiedlung des Schwarzwalds und dem Abbau der Bodenschätze wie Eisen, Silber und Kupfer kamen auch die Köhler in den Wald. Denn für die Verarbeitung von Eisenerz und die Verhüttung von Edelmetallen wurden Temperaturen benötigt, die mit der Verbrennung von Holz nicht zu erreichen waren: Das Holz musste zunächst verkohlt werden, um als Brennmaterial dann die nötige Hitze entwickeln zu können. Diese Arbeit erledigten die Köhler; sie führten ein ärmliches und einsames Leben tief in den Wäldern. Heute ist der Beruf des Köhlers fast ausgestorben.

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Planet Schule, SWR

Die Waldarbeiter und Flößer

Vor 1100 Jahren war der Schwarzwald ein undurchdringlicher, fast menschenleerer Urwald. Die ersten Siedler waren christliche Missionare, die das Land im Auftrag adliger Grundherren urbar machten. Sie ließen zunächst den Wald roden, der ihnen den wichtigsten Rohstoff lieferte: Holz. Holz wurde für den Hausbau gebraucht, in den Bergwerken und auch als Brennmaterial in Form von Holzkohle. Die Waldarbeit zog viele Menschen in den Schwarzwald. Neue Berufszweige entstanden, wie der der "Flößer": Sie banden die Baumstämme zum Transport zusammen und "verflößten" sie auf den Flüssen bis nach Holland. Noch heute ist Holz eine der wichtigsten Einnahmequellen im Schwarzwald. Doch das Leben der Waldarbeiter hat sich grundlegend verändert.

Anderer Ressourcentyp

BR - Bayerischer Rundfunk (München)

Die Bergleute und Glasbläser

Schon im Mittelalter entdeckten Menschen die Schätze des Schwarzwaldes, die unter der Erde schlummerten: Eisenerz und Silbervorkommen. Angezogen von der Hoffnung auf Siedlungsraum und Arbeit, kamen mehr und mehr Menschen in den Schwarzwald. Viele von ihnen arbeiteten unter Tage auf der Suche nach silberhaltigem Bleiglanz. Silber war als Zahlungsmittel sehr begehrt und machte das Kloster, die Vögte und die Kaufleute reich. Der Schwarzwald sorgte mit Holzkohle aus den Wäldern und Quarzsand aus den Bächen für eine weitere lohnende Einnahmequelle: die Herstellung von Glas. Viele Glasbläser ließen sich im Schwarzwald nieder und sogenannte Glasträger trugen dann in Traggestellen auf dem Rücken das berühmte "Waldglas" in die Welt.
Ausführliche Beschreibung:
Sequenzen: DIE BERGLEUTE IM STOLLEN (06:03 min): Das Bergwerk Teufelsgrund. Seit dem 9. Jahrhundert bearbeiteten Bergleute in engen Stollen den Stein mit Meißel und Schlägel, immer auf der Suche nach dem silberhaltigen Bleiglanz. Heute erkundet der Forscher Markus Hebener mit seinen Freunden den über 1000 Jahre alten Stollen. DIE ARBEIT VOR DEM STOLLEN (01:12 min) Auch vor dem Stollen herrschte reges Treiben. Einige Bergleute lebten hier; ein ansässiger Schmied versorgte die Bergleute mit scharfen Eisen. Frauen, Alte und Kinder zertrümmerten das Gestein, um Taubes von Silberhaltigem zu trennen. PRÄGUNG EINER SILBERMÜNZE (01:12 min) Aus einem Silberbarren schmiedet Christoph Jäggy eine Münze aus dem 14. Jahrhundert nach, einen sogenannten Elefantenpfennig, der damals eine Währung im Münsterland darstellte. VOM KLOSTER ZUM WIRTSCHAFTSZENTRUM (00:39 min): Das Silber machte das Kloster reich. Die Mönche unterhielten intensive Geschäftsbeziehungen zu der weltlichen Herrschaft. GLASWIRTSCHAFT IM SCHWARZWALD (05:55 min): Wo es keine Bodenschätze gab, florierte zum Beispiel die Glasproduktion. Damit der Glasbläser seiner Kunst nachgehen konnte, mussten (Kinder und) Familienangehörige Kiesel und Quarzsand sammeln, die sogenannten "Pocher" die Steine zerkleinern und die "Sieder" die Pottasche gewinnen.

Anderer Ressourcentyp

BR - Bayerischer Rundfunk (München)

Die Touristen

Touristen aus aller Welt suchen Erholung und Vergnügen im Schwarzwald. Seit mehr als 150 Jahren ist der Schwarzwald ein beliebtes Reiseziel. Anfangs war die Fahrt in den Schwarzwald mit der Postkutsche noch sehr beschwerlich. Aber echte Naturliebhaber ließen sich davon nicht abschrecken - wie der Medizinstudent Franz-Otto Eigler, der in Titisee eine Restauration eröffnete und damit dort den Tourismus begründete. Auch die Heimatmaler entdeckten den Schwarzwald und verherrlichten Brauchtum, Landschaften und Menschen in ihren Bildern. Die Eröffnung der Höllentalbahn von Freiburg nach Neustadt im Jahr 1882 war ein erster großer Schub für den Tourismus. Die Erfindung der Ski als Freizeit- und Sportgerät brachte nun auch im Winter immer mehr Gäste. Was heute kaum noch einer weiß: Der erste Skilift der Welt wurde 1906 im Schwarzwald gebaut - der Schlepplift im Schollachtal zwischen Titisee-Neustadt und Furtwangen.