Text, Video

Landeszentrale für politische Bildung NRW

Fernsehgrüße von West nach Ost

1986, drei Jahre vor dem Mauerfall: die "Fernsehpostkarte" erblickt kurz, aber heftig das Licht der Welt. 18 aus der DDR ausgereiste Frauen, Männer, Paare und Familien schickten kurze Grüße in den Osten - per TV über die Mauer hinweg. Die am Stück gesendeten Postkarten - ein "Kleines Fernsehspiel" im ZDF - bestechen durch ihre Originalität und Vielfalt. Nur drei Beispiele: Nina Hagen grüßt die Bonzen in Wandlitz, der Friedensaktivist Roland Jahn vergleicht Knasterfahrungen in Ost und West, Ingrid P. schildert ihre abenteuerliche Ausreise. In der ZEIT schrieb Martin Ahrends am 24.10.1986: "Den DDR-deutschen Betrachtern wird 'Westfernsehen verkehrt’ geboten; die Mattscheibe ist mit einem Mal nicht mehr das Schlüsselloch zur lockenden Fremde, sie sehen ihresgleichen sehnsüchtig herüberwinken, jemand stößt sein Glas gegen diese Scheibe, jemand setzt einen Kuß darauf, große Augen und Münder, wie im Aquarium: 'Det Anfassen fehlt!' Wie fern die Welt hinter der Scheibe ist, wird wohl erst bemerkbar, wenn die Nächsten drüben sind, wenn die Scheibe trennt, statt zu verbinden."

Text, Unterrichtsplanung, Website

Logo creative commons

Kinofenster

Lumumba

Am 17. Januar 1961, zweihundert Tage nach der Unabhängigkeitserklärung der Demokratischen Republik Kongo, wurde der erste frei gewählte Ministerpräsident Patrice Lumumba ermordet. Fast vier Jahrzehnte danach drehte der aus Haiti stammende Regisseur Raoul Peck ein packendes Politdrama über diesen Schlüsselfall der Entkolonisierung und versuchte dabei so 'nahe wie möglich an den Fakten zu bleiben', was raffende und verkürzende Darstellungen sowie poetische Überhöhungen nicht ausschloss: Indem etwa die imaginäre Stimme Lumumba seine Ermordung und die brutale Beseitigung der Leiche a...

Text, Unterrichtsplanung, Website

Logo creative commons

Kinofenster

Anonymus

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts sucht der englische Adlige Edward de Vere, 17. Lord von Oxford, eine Möglichkeit, mit Hilfe seiner Dramen Einfluss auf die Thronfolge des Königreichs zu nehmen. Da es sich für seinen Stand nicht schickt zu schreiben, bittet er den jungen Dramatiker Ben Jonson, als sein Strohmann zu agieren. Doch dann ergreift der tölpelhafte Schauspieler William Shakespeare eine günstige Gelegenheit und gibt sich als Autor des vom Publikum gefeierten Stücks 'Henry V'. aus. Fortan gilt er als Urheber.

Text, Unterrichtsplanung, Website

Logo creative commons

Kinofenster

Panzerkreuzer Potemkin

Russisches Zarenreich im Jahr 1905: Nach dem verlorenen Krieg gegen Japan kommt es aufgrund großer sozialer Ungerechtigkeit zu Unruhen und Protesten. Auf dem vor Odessa ankernden Panzerkreuzer Potemkin entzündet sich der Unmut der Matrosen an verdorbenem Fleisch, das sie nicht essen wollen. Angesichts einer drohenden Erschießung ruft der Matrose Wakulintschuk zum Aufstand gegen die Offiziere auf, bezahlt die erfolgreiche Revolte jedoch mit seinem Leben. In Odessa wird seine Leiche unter Anteilnahme der Bevölkerung aufgebahrt. Wenig später richten zaristische Kosaken auf der Hafentreppe...

Arbeitsblatt, Text

Chancen erarbeiten Verbundprojekt im Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V.

Themenheft Nationalsozialismus und 2.Weltkrieg - Krieg und Verbrechen" (Teil 2)

Dieses zweiteilige Themenheft vermittelt den Lesenden Hinter-grundinformationen zur vertieften Auseinandersetzung mit dem Thema "Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg". Es soll bei Jugendlichen das Interesse an Geschichte wecken und enthält aktivierende und handlungsorientierte Aufgabenvorschläge in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden sowie Ideen für Fragen an die Leser. Die Lernenden können die Aufgaben individuell oder in Gruppen bearbeiten. Im zweiten Teil "Nationalsozialismus und 2.Weltkrieg - Krieg und Verbrechen", der hauptsächlich die Jahre 1939 bis 1945 umfasst, geht es um den Kriegsverlauf, die nationalsozialistischen Verbrechen sowie das Kriegsende mit der politischen und gesellschaftlichen Neuordnung Deutschlands.

Text, Website

Stiftung Deutsches Historisches Museum/Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland/Bundesarchiv

Kriegsgefangenschaft im ehemaligen KZ-Dachau

Dieser Zeitzeugenbericht aus dem Jahr 2001 stammt von Willi Witte (*1928) aus Westerland/Sylt. Er beschreibt die Flucht aus dem Kriegsgefangenenlager.

Arbeitsblatt, Text

Chancen erarbeiten Verbundprojekt im Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V.

Themenheft "Nationalsozialismus und 2.Weltkrieg" - Informationen für Lehrende

In der Handreichung für Lehrende finden Sie konkrete Informationen zu den Einsatzmöglichkeiten des zweiteiligen Themenheftes im Unterricht. Sie enthält Aufgabenvorschläge und Anregungen für Methoden. Wir erläutern, welche Materialien, Bücher und Internetangebote sich eignen, die Unterthemen zu vertiefen. Für weiterführende Informationen finden Sie eine kommentierte Linksammlung zu Multiplikatoren- und Workshop-Angeboten sowie Literaturempfehlungen