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Deutsches Polen-Institut

Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung als Folgen des Zweiten Weltkriegs (1939-1947)

Das Thema "Flucht und Vertreibung als Folgen des Zweiten Weltkriegs" ist auch 70 Jahre nach Kriegsende immer noch fest im deutschen Bewusstsein verankert und in vielen deutschen Schulbüchern thematisch vorhanden. Der Fokus liegt dort jedoch fast ausschließlich auf dem Schicksal der deutschen Bevölkerung, die ihre Heimat im Osten nach 1945 verlassen musste. Weniger bekannt ist hingegen, dass durch die sog. Westverschiebung Polens auch viele Polen aus dem Osten ihres Landes unter anderem in die neuen, ehemals deutschen, nun polnischen Gebiete im Westen zwangsumgesiedelt wurden. Nicht selten trafen neu ankommende Polen auf noch nicht abgereiste deutsche Familien und lebten eine zeitlang gemeinsam mit ihnen unter einem Dach. Das vorliegende Modul legt den Fokus auf das Schicksal der Vertreibung und Zwangsumsiedlung von Polen und Deutschen. Ausgehend von der geographischen Westverschiebung Polens soll den Schülerinnen und Schülern anhand von Beispielen die Situation jener Menschen, die ihre Heimat aus unterschiedlichen Gründen und auf unterschiedliche Art und Weise - Vertreibung, Flucht, Zwangsumsiedlung - verlassen mussten, nähergebracht und das Phänomen der Vertreibung als europäische Nachkriegsfolge anschaulich gemacht werden. Dass das Thema "Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung" heute so aktuell wie nach dem Zweiten Weltkrieg ist, zeigen uns die Bilder von Asylsuchenden und die gesellschaftlichen Debatten über die Integration von Flüchtlingen. Das Modul beschäftigt sich daher auch mit der aktuellen gesellschaftspolitischen Bedeutung der Erinnerung an "Flucht und Vertreibung" und dem heutigen Umgang mit dem Thema.

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Kindermissionswerk "Die Sternsinger"

Film: Willi im Libanon

Reporter Willi Weitzel ist für die Sternsinger im Libanon unterwegs. Dort trifft er Rabella, die ihm zeigt, wie ihr Alltag in der Hauptstadt Beirut aussieht und was es für sie bedeutet, mit Menschen verschiedener Kulturen und Religionen aufzuwachsen. In einem Sternsinger-Projekt lernt Willi, wie ein friedliches Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft, Kultur und Religion gelingen kann. In einem Flüchtlingslager trifft der Reporter Kassem und seine Familie. Sie sind vor dem Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien geflohen und wünschen sich vor allem eines: Frieden.

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Deutsches Polen-Institut

Nation ohne Staat - Polen im 19. Jahrhundert

Nach der dritten Teilung Polens 1795 durch Preußen, Russland und Österreich verschwand Polen als Staat für 123 Jahre von der politischen Landkarte Europas. Bis heute wirkt diese Zeit der Teilungen in Polen als Trauma nach. Wie kann eine Nation ohne eigenen Staat überleben? Das folgende Modul soll den SchülerInnen einen Überblick über die wichtigsten Berührungspunkte deutscher und polnischer Geschichte im 19. Jahrhundert vermitteln. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis und der Fähigkeit, die kurzzeitige Polenbegeisterung in Deutschland, insbesondere auch auf dem Hambacher Fest 1832, in den historischen Kontext setzen zu können. Gleiches gilt für die Zunahme nationaler Tendenzen im Frankfurter Paulskirchenparlament (1848) und die damit einhergehende Ablehnung der polnischen Freiheitsbewegung. Auch werden die Wichtigkeit der katholischen Kirche sowie die Bedeutung der in diesem Zeitraum unter den Bedingungen der Zensur entstandenen Literatur für das polnische Nationalbewusstsein thematisiert. Das Modul ermöglicht anhand eines Quellentextes aus dem 16. Jahrhundert einen Einblick in die Ereignisse, um selbige dann mit Texten aus einem deutschen und einem polnischen Schulbuch des 20. Jahrhunderts in einen nationalen Kontext zu stellen. Eine Karte bietet einen Überblick über den Verlauf der Ostsiedlung. Welche Folgen die Ostsiedlung für die Einflüsse der deutschen Sprache im heutigen Polnisch hatte, vermittelt Arbeitsblatt 4.

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Deutsches Polen-Institut

Polen - Arbeit und Soziales

Dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes 1989 in Polen folgte nicht nur der Neuaufbau eines freiheitlich-demokratischen politischen Systems, sondern auch der Aufbau einer marktwirtschaftlichen Ordnung. Es galt die Herausforderung zu bewältigen, Sozialpolitik mit einer funktionierenden Marktwirtschaft zu verbinden. Das Modul gibt einen Überblick über die soziale Lage und die Situation des Arbeitsmarktes in Polen. Ebenso wird ein Schwerpunkt auf den internationalen Vergleich innerhalb der EU gelegt und Polens Rolle als Akteur in einer sich fortschreitend globalisierenden Welt thematisiert.

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Janusz Korczak - Leben und Werk

Im August 2017 jährte sich der Todestag des polnischen Arztes und Pädagogen Janusz Korczak zum 75. Mal. Anfang August 1942 ging Korczak mit etwa 200 Kindern aus dem von ihm geleiteten Waisenhaus in das Vernichtungslager Treblinka, um sie in den sicheren Tod zu begleiten. Als Pädagoge, der sich beim Umgang mit Kindern den Prinzipien von Selbstbestimmung und Achtung verpflichtet sah, prägte Korczak Generationen von Eltern und Pädagogen, Lehrerinnen und Lehrern weltweit. Die von ihm entwickelten Kinderrechte bereiteten der Festschreibung von Kinderrechten in der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November 1989 maßgeblich den Boden. Das vorliegende Modul liefert einen Einblick in Leben und Schaffen eines der einflussreichsten Pädagogen des 20. Jahrhunderts. Anhand von Beispielen werden einzelne Aspekte seiner Lehre aufgegriffen und zur Diskussion gestellt. Da der Umgang mit Kindern und Jugendlichen im Zentrum seiner Überlegungen stand, eignen sich die Texte insbesondere für moralische und pädagogische Fragestellungen im Unterricht zur Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern.

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Stereotype in Deutschland und Polen

Sind die Polen Autodiebe und die Deutschen Nazis? Woher kommen eigentlich die Bilder in unseren Köpfen und wie funktionieren Stereotype? Über das Thema "Stereotype" wird unter den Schülerinnen und Schülern oft stark und heftig diskutiert. Manchmal geistern alte Bilder in den Köpfen herum, ohne dass heute noch jemand weiß, was zum Beispiel mit dem Ausdruck "polnische Wirtschaft" gemeint ist. Der polnische Wirtschaftsboom der letzten Jahre, oder war da noch etwas anderes? Die Quellen und Texte im folgenden Modul zeigen unterschiedliche Möglichkeiten auf, die SchülerInnen für das Thema "Stereotype" zu sensibilisieren und insbesondere auch eigene Erfahrungen in die Diskussion einzubringen. Der Einführungstext gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der Stereotype zu Polen unter besonderer Berücksichtigung der "polnischen Wirtschaft". Die Frage nach Definition und Funktionsweise von Stereotypen sowie der polnische Blick auf Deutschland und die Auseinandersetzung mit Stereotypen im europäischen Kontext sollen dazu anregen, über die Bedeutung von Selbst- und Fremdbildern in der gegenseitigen Wahrnehmung nachzudenken.

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Polnische Flüsse - Geschichte im/am Fluss

Europas Grenzen sind bis heute die Grenzen seiner Nationalstaaten. Nicht selten verlaufen diese Grenzen wie an Rhein, Oder, Donau und Memel entlang der großen europäischen Flüsse. Die Elbe bildete einst sogar die innerdeutsche Grenze. Bis heute hält sich deshalb das Bild von Flüssen als "natürlichen" Grenzen. Diese nationale Zuschreibung ist eine Hinterlassenschaft des 19. und 20. Jahrhunderts. Immer haben Rhein, Oder, Memel, Elbe, Donau und Weichsel in ihrer Geschichte auch gemeinsame Räume hervorgebracht, haben Kulturlandschaften zu beiden Seiten ihrer Ufer zusammengehalten. Flüsse bilden nicht nur Grenzen, sie überwinden sie auch.

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Polen - Gesellschaft im Wandel

Seit dem Fall des kommunistischen Regimes in Polen 1989 hat sich das Land nicht nur äußerlich verändert, auch die Gesellschaft hat einen Wandel durchlebt. In manchen Familien leben bis heute Menschen, die den Zweiten Weltkrieg noch erlebt haben, zusammen mit ihren Enkeln und Urenkeln, die den Kommunismus nur aus Erzählungen kennen. Unterschiedliche Wertvorstellungen prallen aufeinander, die nicht nur in den Familien ausgetragen werden, sondern immer wieder auch zu Diskussionen in der Politik, im Kulturleben und in den Medien führen. Das Modul vermittelt in seinem Einführungstext einen Überblick über die wichtigsten Veränderungen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen in Polen seit 1989 (Werte, Religion, Wirtschaft, Familie u.a.). Mit Hilfe von Arbeitsblättern soll den SchülerInnen das in Polen häufig noch sichtbare Nebeneinander von Vergangenheit und Gegenwart, von alten und neuen Werten und Lebenswelten anhand von Beispielen aufgezeigt werden.

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Deutsches Polen-Institut

Polen - Internationale Beziehungen

Die friedliche Revolution 1989 hatte für Polen nicht nur den Neuaufbau eines freiheitlichdemokratischen politischen Systems zur Folge, sondern auch die Neustrukturierung seiner Außenpolitik. Sowohl sicherheitspolitisch (Beitritt zur NATO 1999) als auch politisch und wirtschaftlich (Beitritt zur EU 2004) richtete das Land sich neu aus. Es trat bestehenden Bündnissen bei und setzte eigene außenpolitische Akzente insbesondere auch gegenüber den Nachbarländern. Das vorliegende Modul zeigt am Beispiel Polens die Schwierigkeiten, aber auch die Chancen, sich - nicht zuletzt vor dem Hintergrund historischer Belastungen im Verhältnis zu den Nachbarländern - in den Strukturen von NATO und EU zu verorten und gleichzeitig als Mittler zum Osten eine neue Rolle einzunehmen. Gleichzeitig sollen die damit verbundenen neuen sicherheitspolitischen Abwägungen gerade in einer Randlage des NATO-Bündnisses in Europa vermittelt werden.