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Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)

Unterrichtsreihe "Besonderheiten bei Biobackwaren"

Besonderheiten, die bei der Herstellung von Biobackwaren berücksichtigt werden müssen, sind vielfältig. Hier sind zum einen die Vorgaben durch die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau und die Richtlinien der Ökoverbände hinsichtlich Rohstoffauswahl und Herstellung zu nennen. Zum anderen aber auch Besonderheiten, die sich durch die Wünsche und Erwartungen der Kunden ergeben, zum Beispiel eine möglichst traditionelle, handwerkliche Produktion der Backwaren, die Verwendung von speziellen Getreidearten und der weitgehende Verzicht auf Zusatz- und Hilfsstoffe bei der Produktion. Um ein möglichst umfassendes Bild der Besonderheiten bei Biobackwaren zu bekommen, sollen die Schülerinnen und Schüler in einer Portfolioarbeit verschiedene, selbstgewählte Aspekte genauer beleuchten.

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Unterrichtsreihe "Biobackwaren bewerben und verkaufen"

Neben dem Herstellen von (Bio-)Backwaren gehört auch das Verkaufen zur Ausbildung von Bäckerinnen und Bäckern und Konditorinnen und Konditoren. Denn der Erfolg eines Produktes beruht nicht alleine auf der Qualität seiner Zutaten und einer breiten Distribution, sondern ebenso auf einer zielgerichteten Kundenansprache. Wird das Produkt so positioniert, dass die Wünsche des Kunden erfüllt werden, kann es ökonomischen Erfolg bringen. Grundsätzlich gelten für Bioprodukte dieselben Regeln und dieselben Effekte des Marketings wie für konventionelle Produkte. Da Bioprodukte durch ihr Image und die besonderen Produkteigenschaften jedoch oftmals eine besonders klare Kundenansprache ermöglichen und benötigen, bieten sie sich an, um das Thema "Vermarktung und Verkauf" im Unterricht zu behandeln.

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Unterrichtsreihe Hauswirtschaft: Einkaufen

Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter sind in den Lebensalltag und somit in alle anfallenden Arbeiten eines Haushaltes eingebunden. Hierbei müssen sie auf Wünsche und Vorgaben der jeweiligen Vorgesetzten achten und strukturiert arbeiten. Zu den Versorgungsleistungen, die sie übernehmen, zählen beispielsweise Einkauf, Zubereitung und Lagerung von Lebensmitteln. Für die Umsetzung dieser Aufgaben wurde hier eine abgewandelte Version des Problem-Based-Learnings gewählt, eine Methode, die insbesondere in den Berufsschulen einen kompetenzorientierten Zugang zu berufsspezifischen Herausforderungen ermöglicht.

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Unterrichtseinheit "Wo Bio drauf steht ..."

Sei es aufgrund der artgerechten Tierhaltung, aufgrund der Umweltschutzleistungen oder aufgrund des höheren Gesundheitswerts: Die Empfehlung "Kauft mehr Bioprodukte!" kommt mittlerweile von vielen Seiten, auch die Schülerinnen und Schüler werden mit dieser Aufforderung konfrontiert. Doch woran erkenne ich Bioprodukte wirklich? Was bedeuten die vielen verschiedenen Biosiegel und -logos? Und ist alles "Bio", wo "Bio" drauf steht? Diesen Fragen gehen die Schülerinnen und Schüler mit dieser Unterrichtseinheit auf den Grund.

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Unterrichtseinheit "Biozertifizierung"

Der Absatz von Biolebensmitteln in Deutschland steigt stetig. Auch in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung finden sich immer häufiger Biolebensmittel auf den Speisekarten. Die Zeiten, in denen Bioessen “Körnergerichte” für eingefleischte Bioliebhaber bedeuten, sind vorbei. Um die angehenden Köche auf die neuen Anforderungen an die Gastronomie vorzubereiten, bieten diese beiden Unterrichtseinheiten Grundlagen zur Biozertifizierung und zur Speisenfolge mit regionalen, ökologisch erzeugten Zutaten. Die Schülerinnen und Schüler werden in die Lage versetzt, eine Biozertifizierung zu begleiten und das gastronomische Angebot auf die Ansprüche einer saisonalen, regionalen Bioküche auszurichten.

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Ökolandbau: Naturschutzflächen

Die weitverbreitete intensive Landbewirtschaftung durch Gartenbau und Landwirtschaft führt weiterhin zum Rückgang der Artenvielfalt von Flora und Fauna, zur Belastung der Böden und Gewässer und zu Erosionen. Die ökologische Bewirtschaftungsweise in Garten- und Landbau steuert hier bereits entgegen, denn einer der Leitgedanken des Ökolandbaus ist das Wirtschaften mit der Natur mit dem Ziel stabiler Systeme, die eine Produktion unter Wahrung der Bedürfnisse der Natur ermöglichen. Daher ist es selbstverständlich, dass ein Ökobetrieb besonderen Wert auf Natur- und Umweltschutz legt und entsprechende Maßnahmen auf seinen Flächen integriert.

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Ökolandbau: Fruchtfolge

Die Gestaltung einer abwechslungsreichen Fruchtfolge (Fruchtwechsel auf einer Fläche) ist eine der zentralen Methoden des ökologischen Ackerbaus, um innerbetriebliche Nährstoffkreisläufe zu haben und das Beikraut besser kontrollieren zu können. Diese muss dabei natürlich auch den ökonomischen und sonstigen innerbetrieblichen Bedürfnissen gerecht werden. Übliche Fruchtfolgen im Ökolandbau haben 6 bis 10 Glieder. Diese Methode bringt für die Biolandwirtin und den Biolandwirt sowohl Vorteile als auch Nachteile im Vergleich mit konventionellen Fruchtfolgen, die eher zwei- bis dreigliedrig sind und meistens eine Kultur flächenmäßig dominieren lassen (nach Cross Compliance müssen drei Fruchtarten angebaut werden, wobei keine unter 15 % des Flächenanteils liegen darf).

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Ökolandbau: Tierhaltung

Im Ökolandbau ist die Tierhaltung eine wichtige Einkommensquelle (rund 50 % aller Umsätze des Ökolandbaus stammen aus der Tierhaltung), sie nutzt Standorte (zum Beispiel Grünland), Pflanzen (zum Beispiel Gräser) und Pflanzenreste (Erntereste, Lebensmittelreste), die ansonsten für die menschliche Ernährung nicht genutzt werden können und ist besonders im Ökolandbau ein wichtiges Bindeglied für den Nährstoffkreislauf im Betrieb. Zusätzlich ist sie für Hofkunden attraktiv. Wichtige Nutztiere sind die Raufutterfresser (Herbivoren: Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde) und die Allesfresser (Omnivoren: Schweine und Geflügel) sowie die Bienen und Fische, für die es jeweils spezielle Haltungsvorschriften gibt. Weiterhin gibt es noch andere Nutztierarten auf vielen Biobetrieben (Damwild, Kaninchen, Hunde, Katzen), die aber in ihrer Bedeutung eher gering und in der Verordnung für den Ökolandbau nicht geregelt sind. Einige Verbände haben Richtlinien auch für diese eher unbedeutenden Tierarten verfasst.

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Alles Bio - Kundeninformation im Einzelhandel

Kompetente Beratung und kundenorientierter Verkauf von Lebensmitteln sind Schlüsselqualifikationen von Kauffrauen und Kaufmännern im Einzelhandel, die bereits während der Ausbildung erworben werden sollen. Über den Verkauf von Biolebensmitteln können Kundenberatung und -betreuung sehr gut erlernt werden. Umweltschutz, artgerechte Tierhaltung und die Minimierung von Rückständen in Lebensmitteln sind Themen, die bei vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern immer mehr ins Bewusstsein rücken; mit dem steigenden Interesse daran steigt aber auch der Wunsch nach umfangreicher Information über Lebensmittel aus ökologischem Landbau.

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Unterrichtsreihe "Biobarometer - Mögen Sie Bio?"

In einer deutschlandweiten repräsentativen Verbraucherbefragung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Januar 2012) - dem Ökobarometer - wurde ermittelt, dass 76 Prozent der Befragten zumindest gelegentlich Biolebensmittel kaufen. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Tier- und Naturschutzaspekte spielen ebenso eine Rolle wie Geschmack und gesunde Ernährung. Auch wurde deutlich, dass Biolebensmittel aus Sicht der befragten Verbraucher und Verbraucherinnen auch zukünftig in ihrer Ernährung eine große Rolle spielen werden: 83 Prozent der Befragten will in Zukunft verstärkt Bioprodukte kaufen. Insbesondere für die Gemeinschaftsverpflegung in Kantinen, Kindertagesstätten und Schulen, Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen wünschen sich die Verbraucherinnen und Verbraucher biologische Lebensmittel. Doch auch im eigenen Haushalt achten viele darauf Bioprodukte zu verzehren.