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In meinem Kopf ein Universum

Seiner Mutter würde Mateus gerne mitteilen, dass er kein “Gemüse” ist. So hat ihn eine Ärztin einmal genannt. Zwar ahnt die Mutter, dass in ihm ein Bewusstsein steckt, sie findet jedoch kein Mittel, mit ihm zu kommunizieren. Mateus versteht sehr wohl, was seine Schwester, die Ärztin und alle anderen, die mal liebevoll, mal ahnungslos an ihm herumzupfen, über ihn sagen. Er begreift, was um ihn herum vor sich geht. Aber er leidet an einer zerebralen Bewegungsstörung. Mateus hat seinen Körper nicht unter Kontrolle. Um sich allein fortzubewegen, muss er auf dem Rücken über den Bode...

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Vielen Dank für Nichts

Seine Mutter hält es für eine gute Idee, doch Valentin ist stocksauer: In einer Südtiroler Behindertenwerkstatt soll der Junge lernen, mit seiner Querschnittslähmung zurechtzukommen. Als wäre er mit den tragischen Folgen eines Snowboardunfalls nicht gestraft genug, sieht er sich hier mit zum Teil auch geistig Behinderten auf eine Stufe gestellt - eine gefühlte Zumutung, der er mit einer Mischung aus Arroganz und Selbstmitleid Ausdruck verleiht. Vor seinen Beleidigungen ist niemand sicher. Doch die Geduld nicht zuletzt des Pflegepersonals zahlt sich aus: Über scharfe Wortgefechte un...

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Bande de filles

Die 16-jährige Marieme lebt in der Pariser Vorstadt. Sie ist schlecht in der Schule und ihr Bruder behandelt sie wie Besitz - eine Perspektive auf ein selbstbestimmtes Leben scheint es sie für nicht zu geben. Ebenso wenig wie für die Mädchengang um Lady, der Marieme sich anschließt; gemeinsam machen die Girls Paris und die Banlieues - die Randzone von Paris - unsicher. Doch all die lautstarke Großmäuligkeit und all das coole Posen, die Frechheit, das Feiern und Flirten können auf Dauer nicht darüber hinweg täuschen, dass schwerwiegende und zukunftsweisende Entscheidungen anstehe...

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Chinese zum Mitnehmen

Roberto ist Inhaber eines kleinen Eisenwarengeschäfts in Buenos Aires und ein notorischer Einzelgänger mit starken Bindungsängsten, der niemanden an sich heran lässt. Eines Tages platzt ein junger Chinese in sein langweiliges Leben, der kurz nach seiner Ankunft ausgeraubt wurde und bei seiner Suche nach seinem Onkel auf fremde Hilfe angewiesen ist. Widerstrebend nimmt Roberto den Gestrandeten unter seine Fittiche. Zwar geraten damit seine geregelten Abläufe empfindlich durcheinander, doch fasst der mürrische Single zögerlich Vertrauen zu dem neuen Mitbewohner und findet darüber eine...

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1:1

Die jungen Dänen Mie und Per leben mit ihrer Mutter, der Sozialarbeiterin Søs, in einem Kopenhagener Außenbezirk mit hohem Ausländeranteil. Mie ist mit Shadi, dem Sohn palästinensischer Einwanderer/innen, liiert. Dessen Eltern dürfen nichts von ihrer Verbindung wissen. Eines Nachts wird Per auf der Straße von Unbekannten ins Koma geprügelt. Der Verdacht fällt auf Shadis Bruder Tareq, einen begabten Kickboxer, arbeitslos und mit ungestümem Temperament. Rückblickend erzählt der Vorspann von 1:1, dass die Planer der Sozialwohnungssiedlung, in der Mie, Shadi und ihre Familien leb...

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Willkommen auf Deutsch

Wie reagieren Menschen, wenn das abstrakte Thema Flucht und Migration plötzlich vor der eigenen Haustür konkret wird? Der Dokumentarfilm Willkommen auf Deutsch beobachtet zwei kleine Gemeinden in Niedersachsen, in denen Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Das Publikum erlebt mit, wie sich Bürgerinitiativen gründen, die gegen die Unterkünfte protestieren, weil die Flüchtlinge angeblich die Ruhe und Sicherheit im Dorf gefährden. Sie lernen aber auch Menschen kennen, die sich ohne Wenn und Aber für die Asylbewerber/innen einsetzen. Dennoch wird deutlich, dass es noch dauern wird,...

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Transnationalmannschaft

Sommer 2010. Die deutsche Nationalmannschaft spielt unerwartet begeisternden Fußball bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika, geprägt von Spielern, die Namen tragen wie Sami Khedira, Mesut Özil, Cacau oder Jerome Boateng. Im heimischen Deutschland verliebt sich eine ganze Nation in diese multikulturelle 'Transnationalmannschaft”. Filmemacher Philipp Kohl geht in den WM-Wochen der Frage nach: Wie steht es um die im Fußball vorgelebte Integration in einem Viertel wie Mannheim-Jungbusch, in dem mehr als 60 Prozent der Menschen einen Migrationshintergrund besitzen? Strukturier...

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Gangsterläufer

Yehya lebt seit 1990 in Berlin-Neukölln als Sohn palästinensischer Flüchtlinge aus dem Libanon. Mit 15 Jahren fühlt er sich als 'Boss von der Sonnenallee', der sich nicht nur beim Gangsterläuferspiel im Kiez unter seinesgleichen zu behaupten weiß. Stolz auf die wachsende Zahl begangener Delikte, erreicht er mit 17 Jahren die vorerst letzte Etappe seiner 'Intensivstraftäter'-Karriere, als er nach einem Raubüberfall zu drei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt wird. Im Gefängnis erlebt Yehya auch, was es heißt, Opfer zu sein. Er beginnt, sein Selbst- und Weltbild zu hinterfragen, ...

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Endstation der Sehnsüchte

Die Einfamilienhäuser haben Spitzdächer mit roten Ziegelsteinen, Vorgärten und einen traumhaften Ausblick auf das Meer vor der Küste Südkoreas. Das deutsch anmutende Dorf Dogil Maeul befindet sich auf der südkoreanischen Insel Namhae und ist zu einer Touristenattraktion geworden. Vor wenigen Jahren sind drei Koreanerinnen, die in den 1970er-Jahren nach Deutschland ausgereist sind, um dort als Krankenschwestern zu arbeiten, mit ihren deutschen Ehemännern in ihre alte Heimat zurückgekehrt. Nun leben sie dort zwischen deutschen und koreanischen Traditionen, versuchen, sich eine vertrau...

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Neuland

Zu Beginn des Schuljahres haben alle Schüler/innen eine lange weite Reise hinter sich: Es handelte sich dabei nicht um Ferientrips. In den Integrationsklassen werden junge Migrant/innen zwischen 16 und 20 Jahren darauf vorbereitet, sich in der Schweiz eine Zukunft aufzubauen und die Sprache und die Kultur kennenzulernen. Am Anfang haben Ehsanullah aus Afghanistan, Nazlije aus Serbien und Ermias aus Eritrea kaum etwas gemeinsam. Anna Thommens Dokumentarfilm begleitet die Klasse über einen Zeitraum von zwei Jahren, vom ersten Tag bis zur Zeugnisausgabe. So wird nachvollziehbar, wie schwer e...