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WDR - Westdeutscher Rundfunk (Köln)

Kein Brot für Öl - Biosprit-Boom in Kolumbien: Kein Brot für Öl - Biosprit-Boom in Kolumbien

Tausende Kleinbauern wurden in Kolumbien von großen Unternehmen von ihrem Grund und Boden illegal vertrieben. Jetzt wollen die Bauern ihr Land zurück, aber auf ihren Feldern reiht sich inzwischen Palme an Palme. Mit dem aus ihnen gewonnenen Öl machen die Firmen auf dem Weltmarkt ein einträgliches Geschäft, von dem auch die Regierung profitiert. Der größte Teil wird nach Europa exportiert, für Waschmittel, Margarine und Süßigkeiten. Und der größte Boom steht erst noch bevor: Agrodiesel soll in Kolumbien jetzt zur Nummer Eins der Ölpalmprodukte werden. Schon jetzt explodieren in Kolumbien die Lebensmittelpreise und die Menschen müssen hungern. Viele der ehemaligen Kleinbauern verelenden als schlecht bezahlte Tagelöhner auf den Plantagen.
Ausführliche Beschreibung:
Maria Ligia will ihr kleines Stück Land zurückhaben und dort wieder Yucca, Reis und Bananen anbauen. Wie Tausende anderer Kleinbauern wurde sie von ihrem Grund und Boden im Westen Kolumbiens von mächtigen Unternehmern gewaltsam vertrieben. Jetzt wollen die Bauern zurück, aber auf ihren Feldern reiht sich inzwischen Palme an Palme, soweit das Auge reicht. "Grüne Wüste" nennen sie die riesigen Plantagen. Mit dem aus den Palmen gewonnen Öl machen die großen Plantagenbesitzer auf dem Weltmarkt ein einträgliches Geschäft, von dem auch die Regierung profitiert. Doch der größte Boom der Palme bahnt sich grade erst an, ausgelöst vom Treibstoffdurst der Industrieländer und deren Biospritbedarf. Agrodiesel soll in Kolumbien jetzt zur Nummer Eins der Ölpalmprodukte werden.



Die Anbaufläche der Palmen soll sich in den nächsten Jahren noch einmal verdoppeln, so plant es die Regierung und verspricht, dass die riesigen Monokulturen der Bevölkerung Arbeitsplätze und Wohlstand, Frieden und Entwicklung bringen würden.



In Kolumbien explodieren schon jetzt die Lebensmittelpreise und viele der ehemaligen Kleinbauern verelenden als schlecht bezahlte Tagelöhner auf den Plantagen. "Bei uns sterben Säuglinge an Unterernährung.", erzählt Maria Ligia aufgebracht. Wer profitiert wirklich vom Biosprit-Boom in Kolumbien - und wer bleibt auf der Strecke?

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WDR - Westdeutscher Rundfunk (Köln)

Der Fluch des Goldes: Der Fluch des Goldes - Die Ausbeutung von Menschen und Natur in Peru

Yanacocha zählt zu den profitabelsten Goldminen der Welt. Betrieben wird sie vom amerikanischen Konzern Newmont. "Sie verseuchen mit Zyanid das Erdreich und nehmen uns das gesamte Wasser", klagt Bauer Miguel Garcia. "Wir waren ständig giftigen Quecksilberdämpfen ohne Schutzkleidung ausgesetzt", erzählt Percy Potilla, der als Lkw-Fahrer in der Mine arbeitete und heute arbeitsunfähig ist. An wen können sich diese Menschen wenden - und wer übernimmt dafür die Verantwortung? Das Filmteam spricht mit der Firmenleitung, konfrontiert das peruanische Bergbauministerium mit den Vorwürfen, das die Konzessionen für den Goldabbau vergibt und begleitet den katholischen Priester Marco Arana, dessen politisches Engagement gegen die Goldmine inzwischen auch dem eigenen Bischof ein Dorn im Auge ist.
Ausführliche Beschreibung:
Gold übt seit jeher eine magische Wirkung auf uns aus - als Statussymbol, als Schmuck oder auch als krisensichere Anlage. Die wenigsten Menschen aber wissen, woher das Edelmetall tatsächlich kommt und wie es gewonnen wird. Vor allem aber: Wer profitiert vom steigenden Goldpreis? Der Film macht sich auf die Suche - und trifft im Norden von Peru spontan auf eine Demonstration: Dutzende armer Menschen protestieren hier gegen die größte Goldmine Lateinamerikas.

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WDR - Westdeutscher Rundfunk (Köln)

Reports in English - South Africa: Teens in South Africa: Nandipha (de) - Between dancefloor and township

Nandipha ist ein 15-jähriges Mädchen und lebt mit ihrer Mutter und vier Geschwistern im größten Township Kapstadts, in Khayelitsha. 1,5 Millionen Menschen wohnen hier, 60 Prozent sind Kinder unter 16 Jahren. Im Jugendzentrum im Township trainiert sie seit einigen Jahren Ballroom (bei uns Standard) und Lateintanz. Nandipha tanzt aber auch traditionellen Tanz. Außerdem hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, HIV- und Aids-Erkrankten im Township zu helfen. Die Reihe "Teens in South Africa" stellt drei Schülerinnen und Schüler vor, die in der Region von Kapstadt leben: einen weißen und einen farbigen Jungen und ein schwarzes Mädchen. Zusammen ergeben die Filme einen guten Einblick in die Lebensrealität Jugendlicher im heutigen Südafrika. Der Film liegt in deutscher und englischer Sprache vor.

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SWR (Baden-Baden)

Hunger: Haiti: Dem Weltmarkt ausgeliefert

In Haiti wurde den Menschen versprochen, ihre Armut habe ein Ende, wenn das Agrarland sich dem internationalen Welthandel öffnet. Doch mit der Öffnung des Marktes drängte unter anderem billiger US-amerikanischer Reis ins Land, mit dem die einheimischen Reisbauern nicht konkurrieren konnten. In der Folge haben sie ihre Dörfer verlassen und wohnen nun ohne jede Existenzgrundlage in den Slums der Hauptstadt Port-au-Prince. Zu der wirtschaftlichen Not kommt die politisch extrem instabile Lage, die dazu führt, dass Haiti das ärmste Land der westlichen Hemisphäre ist, in dem die Hälfte der Bevölkerung an Hunger leidet. Doch es gibt auch positive Signale: Die einheimische Nichtregierungsorganisation "Buy local Haiti" ermutigt die Menschen, wieder selbst Nahrungsmittel zu produzieren und auch einheimische Produkte zu kaufen. Der Erfolg dieser hoffnungsvollen Initiative ist durch das schwere Erdbeben im Januar 2010 jedoch wieder gefährdet.

Anderer Ressourcentyp, Karte, Text, Unterrichtsplanung

Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI)

Kein Schicksal - Armut wird gemacht

Wer absolut arm ist, muss zwangsläufig ums Überleben kämpfen. Absolute Armut ist geprägt durch Mangel. Mangel an Geld, Nahrung, Kleidung, Obdach, medizinischer Grundversorgung, Bildung… Probleme, die wir uns oft nicht vorstellen können, Themen die uns vielfach fremd sind. Diese pdf-Begleitbroschüre zur Wanderausstellung "Kein Schicksal - Armut wird gemacht" bietet Informationen und Unterrichtsideen rund um die Themen Bildung, Arbeitsbedingungen, Geschlechtergerechtigkeit, Landraub, Trinkwasser, Weltwirtschaft und Gesundheit. Die dazugehörige Wanderausstellung können Sie kostenfrei beziehen. Wenden Sie sich bitte an Ettina Zach, SODI-Projektmanagerin für Bildung (E-Mail: e.zach@sodi.de, Telefon: 030/920 93 - 18)

Arbeitsblatt, Bild, Text, Unterrichtsplanung

Gemeinsam für Afrika e.V.

Menschenrechte - Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufe I und II

Was sind eigentlich Menschenrechte und warum sind sie so wichtig? Welche Rechte gelten wo auf der Welt? Wie ist die Menschenrechtssituation bei uns und in Ländern Afrikas? Und vor allem: Was können wir dazu beitragen, dass Menschenrechte weltweit geschützt und gestärkt werden?

Bild, Text

Logo creative commons

Deutsche Welthungerhilfe e.V.

Es ist genug für alle da

Die 30-seitige Broschüre bringt jungen Leserinnen und Lesern auf anschauliche Weise die Themen Hunger, Recht auf Nahrung, Ernährung und Lebensmittelverschwendung näher. Persönliche Geschichten aus der ganzen Welt erklären, wo und warum Menschen hungern. Und gelungene Lösungen zur Hungerbekämpfung machen deutlich, dass wir alle daran teilhaben können. Kreative Anregungen für Aktionen, mit denen junge Menschen den Hunger besiegen helfen, machen Lust auf Engagement. Die Broschüre kann im Klassensatz bestellt werden.

Arbeitsblatt, Unterrichtsplanung

Don Bosco Mission Bonn

Unterrichtsreihe “Wenn die Straße zum Zuhause wird”

Mit der Unterrichtsreihe “Wenn die Straße zum Zuhause wird” können Sie sich mit Ihrer Klasse dem Leben von Kindern und Jugendlichen auf der Straße nähern. Ihre Schülerinnen und Schüler erfahren anhand von Lebensgeschichten, Fotos und Spielen warum Kinder auf der Straße landen und wie sie den Schritt zurück in die Gesellschaft schaffen. Einblicke in die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen sowie Anregungen zu Solidaritätsaktionen Ihrer Klasse für Straßenkinder runden die Unterrichtsbausteine ab.

Arbeitsblatt, Bild, Karte, Text, Unterrichtsplanung, Website

Logo creative commons

Da kriegste die Motten! Tuberkulose - ein globales Gesundheitsproblem. Unterrichtseinheiten zum globalen Lernen für die Oberstufe.

Die Unterrichtsmappe "Da kriegste die Motten!" rückt Tuberkulose als weltumspannendes Gesundheitsproblem in den Fokus. Sie thematisiert damit Entwicklungsziel 3 der Vereinten Nationen, ein gesundes Leben für alle zu gewährleisten. Die Materialien, herausgegeben von BUKO Pharma-Kampagne und DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe beleuchten die Armutskrankheit Tuberkulose aus entwicklungspolitischer Perspektive. Im Zentrum der Materialien steht u.a. ein Planspiel, das einen Lobbying-Prozesses rund um das UN-Entwicklungsziel 3 eines gesunden Lebens für alle und einer Welt ohne Tuberkulose simuliert. Die fächerübergreifende Unterrichtsmappe ist vorrangig für die Sekundarstufe 2 konzipiert, kann aber aufgrund ihrer Modul-Struktur auch in der Sekundarstufe 1 und in der beruflichen Bildung eingesetzt werden. Die Mappe gliedert sich in ein naturwissenschaftliches, ein sprachlich-künstlerisches und ein gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld. Einzelne Elemente dieser drei Module können selektiv oder in Kombination Anwendung finden. Dadurch sind einzelne Unterrichtsstunden zum Thema ebenso möglich wie eine fachspezifische Unterrichtsreihe oder ein fächerübergreifendes Unterrichtsprojekt. Die Unterrichtsmappe enthält 53 Arbeitsblätter als Kopiervorlagen, eine didaktische Broschüre mit inhaltlicher Einführung und Beschreibung sämtlicher Unterrichtseinheiten sowie eine umfangreiche Hintergrundbroschüre. Die Unterrichtsentwürfe machen fachspezifische Angebote für die Fächer Biologie, Chemie, Deutsch, Geschichte, Religion/Ethik, Politik, Kunst und Musik. Dabei decken sie viele Facetten ab: Etwa medizinische und historische Hintergründe der Tuberkulose, die soziale Dimension der Krankheit, die Forschungslücke bei Armutskrankheiten, Patentschutz und Arzneimittelpreise, aber auch nationale wie internationale Strategien der Armutsbekämpfung. Eine zentrale Rolle spielen auch Infektionsschutz, resistente Krankheitserreger oder die Wechselbeziehung zwischen TB und HIV/Aids. Genderspezifische Krankheitsrisiken finden ebenso Beachtung wie die Gesundheitssituation geflüchteter Menschen in Deutschland. Die Materialien bieten hier gezielte Informationen und Fakten, um der Panikmache und Stigmatisierung vorzubeugen. Daneben beinhalten die Unterrichtsentwürfe viele Links und Hinweise auf weiterführende Materialien sowie außerschulische Lernorte.

Arbeitsblatt, Unterrichtsplanung

Brot für die Welt

Brot für die Welt in der Schule - Zukunfts-WG: Modul 07 - Wachstum

Das Unterrichtsmaterial "Zukunfts-WG" bietet in einem Einführungsmodul und zwölf Themenmodulen vielfältige Anregungen für die Arbeit zu Themen der Studie "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt". Die Themenmodule sind den vier Entwicklungsdimensionen Gesellschaft, Umwelt, Wirtschaft und Politik zugeordnet und sind gemäß dem Orientierungsrahmen für den Lernbereich globale Entwicklung gestaltet.