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Informatische Bildung

Ein Tag ohne Informatik – das ist längst Geschichte. Ob wir automatische Haushaltsgeräte bedienen, Apps für unsere Smartphones herunterladen, Tickets am Automaten kaufen oder abends das Fernsehgerät einschalten: Diese so genannten informatischen Systeme sind zu festen Partner unseres Alltags geworden und nicht mehr aus dem modernen Leben wegzudenken.   

Die Frage, wie viel Informatik Schülerinnen und Schüler benötigen, um an unserer digitalen Gesellschaft teilzunehmen und sie kompetent mitzugestalten, hat eine spannende Debatte eröffnet. Zum Beispiel, wie informatische Bildung bereits an Grundschulen und sogar in Kindergärten vermittelt werden kann oder ob Informatik als Pflichtfach eingeführt werden sollte.

Spielerisch programmieren lernen

Wer meint, Roboterprogrammierung und algorithmisches Denken seien nur etwas für "die Großen", irrt. Schon in der Primarstufe können Schülerinnen und Schüler spielerisch erfahren, wie sich Probleme mit Hilfe der Informatik lösen lassen. Zahlreiche Programmierumgebungen wie zum Beispiel Open Roberta oder Code Studio liefern die entsprechenden kindgerechten Werkzeuge. Die systematische Einführung der Informatik in den Sachunterricht an Grundschulen wird von der nordrhein-westfälischen Landesregierung in Zusammenarbeit mit der Universität Paderborn, der Bergischen Universität Wuppertal und der RWTH Aachen derzeit an fünf Pilotschulen in dem Projekt "Informatik im Primarbereich" erprobt.

Informatik als Pflichtfach?

Die Informatik - das "i" in den MINT-Fächern - wird seit 1969 an deutschen Schulen unterrichtet, doch nur drei Bundesländer führen sie als als Pflichtfach: Sachsen, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern. Vereine wie die Gesellschaft für Informatik sowie einige Politiker, darunter Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, fordern, Informatik solle bundesweit fest in der Stundentafel der Sekundarstufe I verankert werden. In Nordrhein-Westfalen wird Informatik in der Sekundarstufe I ausschließlich als Wahlpflichtfach angeboten.

Informatiktag NRW 2016: Ein vielfältiges Programm für Lehrende der Informatik

Auch der 15. Informatik-Tag NRW bietet Lehrenden der Informatik am 14.03.2016 im Rahmen zahlreicher Workshops Gelegenheit, sich an der Debatte zu beteiligen, Best Practice Beispiele kennenzulernen und neue Anwendungen mit in den Schulalltag zu nehmen.
Ganze zehn der 32 angebotenen Workshops richten sich explizit an Lehrkräfte der Primarstufe. Veranstaltet wird der Informatiktag von der Fachgruppe »Informatische Bildung in NRW« der Gesellschaft für Informatik e.V. gemeinsam mit der TU Dortmund, Arbeitsgruppe Algorithmische Grundlagen und Vermittlung der Informatik, unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Frau Sylvia Löhrmann.

Junge Frauen für Informatik begeistern

Verschiedene Organisationen und Initiativen möchten besonders Mädchen für Programmierung und Technik gewinnen. Im Schüler_innenlabor InfoSphere der RWTH Aachen beispielsweise können Schülerinnen der Jahrgangsstufen 6 bis 8 Lego Mindstorm Roboter Programmieren. Zur Gewinnung junger Frauen für MINT-Berufe wurde die Initiative "Komm mach MINT" des BMBF gegründet, der Girl´s Day Mädchen-Zukunftstag am 28.4.2016 berät Mädchen ab Klasse 5, die sich für Berufe in technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen interessieren.

 
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