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Weltflüchtlingstag 2015

Im Jahr 2000 hat die UN-Vollversammlung den 20. Juni zum internationalen Gedenktag für Flüchtlinge erklärt. Laut Angaben des Hohen Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) befinden sich weltweit über 50 Millionen Menschen auf der Flucht so viele wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Wenn am 20. Juni die aktuellen Weltflüchtlingszahlen veröffentlicht werden, sind traurige Negativrekorde zu erwarten.
Gewalt, Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen in vielen Regionen der Welt zwingen immer mehr Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen. Damit werden sie zu  Flüchtlingen und Asylsuchenden und beherrschen oft als anonyme Masse die Schlagzeilen. Doch in der Debatte um Zahlen und Kontingente darf der einzelne Mensch mit seiner persönlichen Geschichte nicht aus den Augen verloren werden.

Sonderinitiative BMZ

Weltweit sind so viele Menschen auf der Flucht wie seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr. Sie fliehen vor gewaltsamen Konflikten, Menschenrechtsverletzungen oder politischer, ethnischer und religiöser Verfolgung. Hinzu kommen extreme Naturereignisse, die immer öfter auch Grund für die Flucht sind. Ein Ende dieser dramatischen Lage ist zurzeit nicht absehbar.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat seine Entwicklungszusammenarbeit neu ausgerichtet und Anfang 2014 die Sonderinitiative "Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge reintegrieren" gegründet. Mit ihr will das BMZ einerseits helfen, die negativen Auswirkungen von Flüchtlingsbewegungen abzumildern. Andererseits will es dazu beitragen, dass Konflikte gar nicht erst eskalieren und Menschen zur Flucht zwingen.

Mehr zur Initiative: http://www.bmz.de

Kampagne UNHCR 

Zum Weltflüchtlingstag startet UNHCR eine Kampagne, die die Erlebnisse von Flüchtlingen in den Mittelpunkt rückt. Mithilfe von Interviews und Fotostrecken können wird Einblick in das Leben von Flüchtlingen gegeben. Außerdem haben prominente Helferinnen und Helfer Flüchtlinge getroffen und erzählen in Kurzfilmen deren persönliche Geschichte: http://www.unhcr.org

Asyl und Flucht im Schulalltag

Der Weltflüchtlingstag kann ein Anlass sein, um Schülerinnen und Schüler für die Themen Flucht und Asyl zu sensibilisieren und gleichzeitig zu zeigen, welche Einzelschicksale sich daraus ergeben. Dass es sich dabei nicht um theoretische Unterrichtsinhalte handelt, sehen Kinder und Erwachsene im Alltag, denn fast jede Schule hat mittlerweile Flüchtige aufgenommen oder steht kurz davor. 
Wie ein vorurteilsfreies Miteinander funktionieren kann, zeigt das Projekt der Conrad-von-Ense-Sekundarschule: https://www.schulministerium.nrw.de

50 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht

...so viele wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg. Der Bericht der Vereinten Nationen Global Trends 2014 zeigt diese Zahlen auf. Der massive Anstieg wurde hauptsächlich durch den Krieg in Syrien verursacht. 2,5 Millionen Menschen wurden durch ihn zu Flüchtlingen, 6,5 Millionen zu Binnenvertriebenen. Flucht und Vertreibung haben im letzten Jahr auch in Afrika erheblich zugenommen – vor allem in Zentralafrika und gegen Ende 2013 auch im Südsudan. (Quelle: UNHCR.de)

Quellen: UNHCR-Vertretung für Deutschland, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen

 
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